von V Change Makers | Okt. 30, 2025 | alanding, Artikel, Ernährung, Folgen des Konsums von tierischen Produkten, Gedanken
Von XL-Eiern bis Kuhmilch-Idylle: 10 Mythen über die Tierindustrie, die viele glauben – aber keiner überprüfen will. Ich habs getan!
Es gibt Gespräche, die wir oft vermeiden, weil sie schwer sind. Weil sie wehtun könnten. Weil sie das Gegenüber infrage stellen und damit auch die Beziehung. Doch manchmal wiegt das Schweigen schwerer als die Worte, die man sagen möchte.
Ich möchte mit dir über etwas sprechen, das mir am Herzen liegt. Nicht, weil ich besser bin. Nicht, weil ich dich belehren will. Sondern, weil ich davon ausgehe, dass du ein empathischer Mensch bist. Und weil ich glaube, dass du vielleicht Dinge noch nicht weißt – nicht, weil du ignorant bist, sondern weil man sie dir nie gesagt hat. Denn die Tierindustrie tut alles um die Fakten zu vertuschen.
Weil die Thematik so wichtig ist, werde ich daraus eine ganze Serie machen. Die folgenden Zeilen sind also nur der Anfang. Sie sollen dir dafür dienen dir Wissen anzueignen.
“Du liebst Tiere – aber bezahlst dafür, dass sie getØtet werden.”
Kühe, Schweine, Hühner sind fühlende Lebewesen, keine Produkte.
Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 800 Millionen (!) sogenannte Nutztiere bzw. Tiere in Gefangenschaft für Lebensmittel getötet. In einem Land mit nur 83 Millionen Menschen. Stell dir das mal vor: Für jeden einzelnen Menschen hier – werden fast zehn Tiere getötet. Jedes Jahr. Aber du siehst sie nicht. Du hörst sie nicht. Diese Leben, diese unfassbare riesige Masse verschwindet in Hallen ohne Fenster, auf Transporten, die nachts fahren, in Betrieben, die niemand filmen darf. Wo sind sie alle? Sie sind überall und doch für dich unsichtbar. Weil die Tierindustrie alles tut, damit du es nicht siehst.
„Die lachende Kuh auf der Packung ist kein Beweis für ein gutes Leben – sondern für geschicktes Marketing.“
Fast die Hälfte der Menschen – 43 % – weiß nicht einmal, dass eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie ein Kalb geboren hat. Was danach passiert, erzählen dir die Packungen nicht: Das Kalb wird oft nur Stunden nach der Geburt von der Mutter getrennt. Für die Kuh ist das ein massiver psychischer Stress. Und ja – auch Kälber schreien tagelang nach ihrer Mutter. Eine Landwirtin hat mal erzählt, dass sie das Kalb klaut, während die Mutter beim Melken ist, damit sie den Schmerz der Trennung „nicht so mitbekommt“. Stell dir das mal vor: Du gehst kurz raus – und als du zurückkommst, ist dein Baby weg. Und niemand erklärt dir warum. Das ist keine Landwirtschaft.
Das ist systematisierte Entfremdung, verpackt mit einem Lächeln.
„Du sagst, du könntest das Schlachten nicht sehen – aber beauftragst andere, es für dich zu tun.”
12 % der Schweine und 9 % der Rinder unzureichend betäubt, wenn sie getØtet werden. Bei Geflügel liegt die Zahl je nach Verfahren bei bis zu 30 %. Die Zahlen sind bei kleineren Schlachthöfen wesentlich höher. Diese Tiere erleben ihre TØ7ung bei Bewusstsein – sie spüren Angst, Schmerz und TØdeskampf. Schweine wachen im Brühbad wieder auf, Rinder werden mit geöffneten Augen an den Haken gehängt. Genauer gesagt: Schweine, die im CO₂-Gas bewusstlos gemacht werden sollen, wachen panisch wieder auf – mitten im Brühbad. Rinder hängen mit geöffneten Augen am Haken. Geflügel schlägt wild mit den Flügeln, weil es den Stromschlag nicht richtig erwischt hat. Sie alle erleben ihren Tod bei Bewusstsein. Mit Angst. Schmerz. Todeskampf. Das ist keine Ausnahme, noch einmal: 12 % der Schweine, 9 % der Rinder und je nach Verfahren bis zu 30 % der Hühner sind unzureichend betäubt, wenn sie getötet werden. Und das passiert, weil für Fleisch, Milch und Eier Geld auf den Tisch gelegt wird.
Und dieses Geld hält ein System am Leben, das nur auf Profit aus ist und Tiere zur Ware degradiert.
„Nur weil du beim Metzger deines Vertrauens kaufst, heißt das nicht, dass dein Tier glücklich gelebt hat.”
Auch kleine Metzgereien beziehen ihr Fleisch meist aus der industriellen Tierhaltung. In den allermeisten Fällen: aus der ganz normalen Massentierhaltung. Über 95 % des in Deutschland verkauften Fleisches stammt genau von dort: aus Betrieben mit Enge, Dreck, kaum Bewegung. Kein Tageslicht. Keine Beschäftigung. Keine Rückzugsmöglichkeit. Natürlich drehen die Tiere irgendwann durch. Monotonie, Isolation und Reizarmut führen zu Panik, Apathie oder Aggression. Was du da kaufst, ist nicht ehrlicher, nur weil dir dabei jemand freundlich die Hand reicht oder dich nett anlächelt. Es ist das gleiche System, nur anders verpackt. Mit Lächeln und regionalem Siegel.
„Nicht jedes Tier stirbt „human“ – und nicht jeder Mensch im System handelt human.”
Im Schlachthof wird kein Tier totgestreichelt. Tiere wehren sich. Weil sie leben wollen. Und genau das führt zu Fehlern. Zu Ungeduld. Zu Gewalt. In der Industrie arbeiten Menschen unter enormem Druck, oft ohne Kontrolle. Versteckte Kameraaufnahmen belegen regelmäßig Tritte, Schläge und Elektroschocker – auch in deutschen Schlachthöfen. Das ist keine Ausnahme, sondern Teil eines Systems, das auf Tempo, Profit und Entfremdung basiert.
„Nein – eine Kuh gibt nicht einfach so Milch.”
Sie muss dafür gebären. Und ihr Kalb wird ihr meist kurz nach der Geburt weggenommen. Diese Trennung ist für Mutter und Kalb extrem belastend. Kälber entwickeln häufig Verhaltensstörungen durch Isolation und Stress. Studien zeigen: Kälber verbringen bis zu 30 % ihrer Zeit in der Nähe ihrer Mutter, ohne zu trinken – einfach, um sich sicher zu fühlen. Sie brauchen diese Nähe für Bindung, Kommunikation und Immunsystem. Diese Sicherheit wird ihnen genommen – für ein Produkt, das wir als harmlos ansehen. Denn die Milchindustrie vertuscht all das mit lachenden Kühen auf der Verpackung, damit wir schön weiter denken, dass Kuhmilch ein ganz harmloses Produkt wäre.
„Ein XL-Ei kommt nicht von einem XL-Huhn.”
m Gegenteil – besonders kleine, zarte Hennen legen oft die größten Eier. Und das hat fatale Folgen. Stell dir vor: Eine Legehenne wiegt gerade mal 1,5 Kilo. Und sie legt fast täglich ein Ei mit über 70 Gramm – das sind 6 % ihres Körpergewichts. Übertragen auf den Menschen? Das wäre, als müsste eine Frau mit 70 Kilo täglich über vier Kilo aus ihrem Körper pressen. Der Körper der Tiere ist völlig ausgelaugt. Haut und Knochen. Innere Entzündungen. Kloakenvorfälle. Bauchdeckenbrüche. Eiter im Bauchraum.
„Nur weil ein Fisch still ist, heißt das nicht, dass er nicht leidet.”
Fische schreien nicht. Sie zeigen keinen sichtbaren Schrei — aber sie fühlen Schmerz. Studien zeigen: Fische leiden durchschnittlich bis zu 10 Minuten unter moderaten bis starken Schmerzen, wenn sie aus dem Wasser gezogen werden. Wir können ihren Schmerz oft nicht lesen — also glauben wir, er sei nicht da. Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Nur weil wir ihren Schmerz nicht sichtbar deuten können, heißt das nicht, dass er nicht da ist. Denk mal drüber nach: Für etwa eine Minute Genuss auf deinem Teller, kämpft ein Fisch bis zu 10 Minuten um sein Leben.
„Du glaubst, es sei normal Tiere zu essen – aber normal ist nicht dasselbe wie richtig.”
Auch Gewalt kann normalisiert werden, wenn wir sie nur früh genug lernen. Erinner dich mal zurück an deine Kindheit. Vielleicht hast du gefragt: „War das mal ein Tier?“
Und die Antwort war: „Ja, aber das ist normal.“
Oder: „Tiere sind dafür da.“
Oder: „Frag nicht so viel.“
So lernen Kinder früh, wegzusehen. Sie lernen, Schmerz zu ignorieren und Mitgefühl zu unterdrücken. Aber was als normal betrachtet wird, ist nicht automatisch ethisch vertretbar. Denn Normalität entsteht nicht aus Wahrheit, sondern aus Gewöhnung.
„Bio bedeutet nicht „leidfrei“.“
Viele Menschen glauben, dass sie mit dem Kauf von Bio-Produkten bereits etwas Gutes tun. Dass sie Tierleid damit minimieren oder vielleicht sogar ganz vermeiden. Doch die Realität sieht anders aus. Auch in Bio-Betrieben werden Kälber von ihren Müttern getrennt – oft direkt nach der Geburt. Die emotionale Bindung zwischen Mutterkuh und Kalb wird ignoriert, weil die wirtschaftliche Nutzung im Vordergrund steht. Bis zu 50 % der Bio-Kühe leiden an Euterentzündungen (Mastitis). Und auch bei Bio-Schweinen sieht es nicht besser aus: Bis zu 35 % von ihnen haben schwere Erkrankungen, darunter Lungenentzündungen, Abszesse und offene Wunden. Bio ändert nichts an der Tatsache, dass Tiere ausgebeutet werden – für Produkte, die wir nicht brauchen.
„Es geht nicht um Perfektion. Sondern um Haltung.“
Du musst nicht von heute auf morgen perfekt vegan leben. Es geht nicht um Dogmen. Es geht um Mitgefühl. Und um den Wunsch, Leid nicht länger zu unterstützen. Wenn du Ausreden suchst, wirst du welche finden. Wenn du Mitgefühl suchst, findest du Wege. Denn jeder Schritt zählt. Jeder bewusste Einkauf. Jedes Gespräch, das du führst. Jeder Gedanke, den du zulässt.
Ich sage das nicht, um dich zu beschämen.
Ich sage das, weil ich dir zutraue, dich ehrlich zu fragen:
Will ich Teil dieses Systems sein?
Ein System, das Tiere zu Produkten macht. Das Leben zur Ware erklärt. Und Gefühle und Bedürfnisse ignoriert, weil sie den Profit stören. Ich weiß, dass diese Fragen unbequem sind. Aber genau deshalb sind sie so wichtig.
Ehrlichkeit ist keine Härte.
Wenn ich dir all das sage, dann nicht, um dich zu verletzen. Sondern weil ich glaube, dass Veränderung mit Wahrheit beginnt. Wir leben in einer Welt, in der es leichter ist, wegzusehen. In der wir gelernt haben, uns selbst zu schützen – durch Ignoranz. Doch wenn du bereit bist hinzuschauen, wirst du sehen: Die Wahrheit kann weh tun, aber sie kann auch befreien.
Es gibt noch so viel, was du (vermutlich) nicht weißt.
Und eines ist sicher: Unwissen schützt die Industrie – nicht die Tiere.
Solange wir nicht wissen, wie die Milch entsteht, die wir trinken, oder welches Leben hinter einem Schnitzel steckt, bleiben wir bequem – und manipulierbar. Die Tierindustrie profitiert von diesem Unwissen. Und sie sorgt aktiv dafür, dass wir nicht zu genau hinsehen.
Dein Wissen verändert alles.
Jedes Stück Wissen kann ein Augenöffner sein. Was du heute erfährst, kann morgen dein Verhalten verändern. Und übermorgen das eines anderen. Du musst kein Aktivist sein. Du musst nur ehrlich mit dir selbst sein Denn: Du kannst andere informieren, gegenhalten, aufklären und inspirieren.
- Hinterfrage das, was du gelernt hast.
- Sprich mit Menschen, denen du vertraust.
- Teile Beiträge, die Wissen vermitteln.
- Lies weiter. Lerne. Fühle.
- Und wenn du bereit bist: Verändere etwas.
Denn Veränderung beginnt oft mit einem unbequemen Gefühl – und dem Mut, es trotzdem auszuhalten.
Es ist so wichtig, dass du dir Wissen aneignest und es sich festigt, und nicht nur um bei Fragen antworten zu können, sondern um dir selbst sicher zu sein, dass du das Richtige tust. Es fördert deine Handlungsbereitschaft für Herausforderungen Lösungen zu finden.
Dafür musst du dich nicht selbst hinsetzen, dir zig schreckliche Dokus anschauen, die dich traumatisieren oder dich stundenlang durch Webseiten zu klicken. Ich habe das für dich getan und sämtliche knallharten Fakten über die Tierindustrie zusammengetragen, damit du es wesentlich einfacher hast, dir Wissen anzueignen ohne Schockbilder. – leicht verständlich, kompakt und fundiert.
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„Nur wer informiert ist, kann bewusst entscheiden.“
Dieser Satz begleitet mich seit Jahren – und ist der Grund, warum es diesen Guide gibt.
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Würden mehr Menschen wissen, was wirklich hinter Fleisch, Milch, Eiern & Co. steckt, würden sie vieles anders entscheiden.
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Für dich. Für die Tiere. Für eine Veränderung, die bei dir beginnt.
Quellen und weiterführende Informationen:
- https://presseportal.peta.de/aktuelle-gfk-umfrage-ueber-die-haelfte-aller-deutschen-weiss-nicht-dass-kuehe-ein
- https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schlachtzahlen-fleischverzehr-2023
- https://www.provieh.de/themen/schlachtung/
- https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/kleine-schlachthoefe-fehlbetaeubungen
- https://animalequality.de/blog/fakten-ueber-massentierhaltung-in-deutschland/
- https://aninova.org/news/anteil-massentierhaltung/
- https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Dreck-Enge-Gewalt-Schwere-Vorwuerfe-gegen-Tierwohl-Staelle,schweine912.html
- https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/ferkel-landwirtschaft-100.html
- https://www.zeit.de/zett/2020-09/massentierhaltung-was-unser-milchkonsum-fuer-kuehe-und-ihre-kaelber-bedeutet
- https://welttierschutz.org/wp-content/uploads/2019/06/Positionspapier-Mutter- Kalb-Trennung.pdf
- https://utopia.de/ratgeber/xl-eier-darum-solltest-du-sie-besser-nicht-kaufen_664267 https://www.peta.de/neuigkeiten/xl-eier/
- https://www.nature.com/articles/s41598-025-04272-1?fbclid=IwQ0xDSwLAe-1leHRuA2FlbQIxMQABHh2iJLCZvWk-IkTVFZn3_P2QQc5Y18Oca2nVh_Zzqezy2LEt0iIzPPbCMXQy_aem_9ALl2PuorYpuABGjGT7WGg
- https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2023/foodwatch-report-auch-bio-tiere-massenhaft-krank
von V Change Makers | Mai 8, 2020 | alanding, Alternativen, Artikel, Ernährung, Folgen des Konsums von tierischen Produkten
Pflanzliche Nahrungsmittel als Heilmittel
Wusstest du, dass 70% aller Krankheiten auf eine unausgewogene und ungesunde Ernährungsweise sowie auf einen nicht förderlichen Lebensstil zurückzuführen sind? Eine stolze Zahl. Dabei war es noch nie so leicht wie heute, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Es herrscht so viel Wissen darüber, doch die Praxis sieht bei den meisten völlig anders aus. Die heutigen Lebensmittel sind nährstoffarm, haben viele Kalorien, zu viel Salz, zu viel ungesunde Fette, zu viel Zusatzstoffe, zu viel Zucker und das wichtige Protein wird überwiegend aus tierischen Lebensmitteln gewonnen. Zusätzlich kommt noch ein Bewegungsmangel dazu. Erfahrt, welche Krankheiten besonders häufig durch den Konsum von tierischen Lebensmitteln entstehen und was die vegane Ernährung für Vorteile hat.

Die bekanntesten ernährungsassoziierten Krankheiten
- Gicht
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabets Typ 2
- Entstehung von stillen Entzündungen
- Krebs
- Übergewicht
- Hohe Cholesterinwerte
- Hohen Bluthochdruck
- Rheumatoide Arthritis
Alles Krankheiten, die niemand haben will und die die Lebensqualität einschränken.
Wie kommt es durch tierische Lebensmittel zu diesen Erkrankungen?
Gicht
Purine, die vor allem in tierischen Produkten zu finden sind, können die Entstehung von Gicht begünstigen. Purine sind Substanzen in Lebensmitteln. Beim Abbau dieser Purine, entsteht Harnsäure. Wenn die Harnsäure nicht überwiegend ausgeschieden wird, ensteht im Blut ein zu hoher Harnsäurespiegel, der in Gelenken zu Ablagerungen und somit zur Gicht führt.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Hohe Cholesterinwert können eine Erkrankung begünstigen, sowie Diabetes und Übergewicht. Zum Beispiel durch gesättigte Fettsäuren, die in tierischen Lebensmitteln enthalten sind.
Diabetes Typ 2
Studien zufolge verringt sich das Diabetes Risiko um die Hälfte. Bei dem Diabetes Typ 2 haben erste Studien gezeigt, dass durch eine vegane Ernährung die Medikation reduziert oder sogar ganz abgesetzt werden kann.
Stille Entzündungen
Auslöser sind oft tierische Lebensmittel und eine ungesunde Ernährungsweise, die sehr zuckerhaltig ist, Transfette umfasst sowie der Konsum von frittierten Lebensmitteln beinhaltet, dazu Bewegungsmangel.
Krebs
Stille Entzündungen können die Entstehung von Krebs begünstigen. Auch die Hormone in Milchprodukten können eine Krebsentstehung fördern sowie rotes Fleisch und generell tierisches Eiweiß.
Übergewicht
Die durchschnittliche mischköstliche Ernährungsweise zeigt immer wieder, dass die empfohlene Nährstoffmenge nicht aufgenommen wird. Zudem gibt es eine klare Tendenz zum Konsum von stark verarbeiteten Produkten, die sehr energiedicht sind, nährstoffarm und ein zu geringer Anteil an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen beinhaltet. Dazu wird zu viel Zucker, Salz und ungesunde Fett konsumiert und zu wenig Ballaststoffe.
Hohe Cholesterinwerte
Vor allem tierische Produkte enthalten viel Cholesterin, da sie reich an gesättigten Fettsäuren sind. Je weniger gesättigte Fettsäuren in einem Lebensmittel vorkommen, desto besser.
Bluthochdruck
Tierische Fett fördern hohen Bluthochdruck, sowie zu viel Salz und Alkohol. Tierische Lebensmittel enthalten einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, was die Blutfettwerte erhöht. Die Fließeigenschaft des Blutes wird beeinträchtigt und Ablagerungen in den Gefäßen entstehen.
Rheumatoide Arthritis
Arachidonsäure begünstigt Entzündungen in den Gelenken. Die Arachidonsäure befindet sich ausschließlich in tierischen Produkten.
Wie ihr seht, fördern vor allem tierische Lebensmittel reihenweise Krankheiten, die die Gesundheit stark beeinträchtige und sogar lebensbedrohlich sein können.
„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“ Sokrates
Nach diesem Überblick lässt sich kurz und knackig zusammenfassen: Wir essen zu viel Ungesundes und bewegen uns zu wenig. Doch es gibt eine Lösung von der jeder profitieren kann und zwar ganz einfach: Den pflanzlichen Anteil in der eigenen Ernährung erhöhen.
Du gestaltest deine Mahlzeiten somit wesentlich nährstoffreicher und entzündungshemmender, dann kannst du die Wahrscheinlichkeit senken an den genannten Krankheiten zu erkranken. Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist kein Allheilmittel und schützt dich nicht zu 100%, jedoch kannst du ernährungsbedingte Krankheiten auf ein Minimum senken.
„Wer glaubt, keine Zeit für seine Gesundheit zu haben, wird früher oder später Zeit zum Kranksein haben müssen.“

Gesundheitliche Vorteile einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung
Eine pflanzliche ausgewogene Ernährung ist eine Wohltat für deine Gesundheit.
- Reich an Ballaststoffen
- Reich an sekundären Pflanzenstoffen
- Reich an Antioxidantien
- Reich an komplexen Kohlenhydraten
- Reich an ungesättigten Fettsäuren
- Tendenziell geringere Krebsrate als Fleischesser
- Eine gesunde ausgewogene Ernährung geht oft einher mit einer vermehrten körperlichen Aktivität. Wer sich gesund ernährt, bewegt sich häufig auch mehr.
- Reich an Vitaminen
Wie ihr seht, sind die Vorteile reichlich für eure Gesundheit! Tipp: Beginne mehr Gemüse und Obst in deine Ernährung einzubauen, sowie mehr Kartoffeln, Reis, Vollkornprodukte, Quinoa, Amaranth, Hirse, Dinkel etc. Verringere zudem den Anteil an tierischen Produkten. Denk daran: Lieber etwas tun als gar nichts.

Persönlich wende ich die 80/20 Regel an
Ich bevorzuge die 80/20 Regel. D. h. ich esse zu 80% gesund und ausgewogen und zu 20% mache ich Ausnahmen und esse mal Süßigkeiten, trinke ein Glas Wein oder stark verarbeitete Produkte. In dem ich die 20% einplane, laufe ich keine Gefahr mich schlecht zu fühlen, wenn meine Ernährung mal nicht ausschließlich super gesund ist. So fallen die 20% nicht stark ins Gewicht. Mir tut eine ausgewogene pflanzliche Ernärhung so gut! Gut für meinen Körper, gut für meine Seele und gut für meine Psyche.
Wir haben nur diese eine Gesundheit!

Wie ist das bei dir? Fühlst du dich mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung besser? Legst du wert, dass du gesunde Nahrungsmittel zu dir nimmst?
Quellen:
https://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/ernaehrung-und-lebensstil/erkrankungen-durch-falsche-ernaehrung
https://www.mdr.de/wissen/ernaehrung-herz-kreislauf-erkrankungen-todesfaelle-100.html
https://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/ernaehrung/was-sind-purine
https://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/ernaehrung-und-lebensstil/erkrankungen-durch-falsche-ernaehrung
https://proveg.com/de/5-pros/gesundheit/zivilisationskrankheiten/herzgesunde-ernaehrung/
https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/der-effekt-von-kalzium-aus-milch-wird-ueberschaetzt/
https://www.jameda.de/gesundheit/herz-kreislauf/lebensmittel-die-bluthochdruck-foerdern/
https://www.rheuma-liga.de/rheuma/alltag-mit-rheuma/ernaehrung
von V Change Makers | März 27, 2020 | Artikel, Ernährung, Folgen des Konsums von tierischen Produkten, ich lebe vegan
Ein Blick hinter die Kulissen der Produktion von Milchlämmern und Mastlämmern (zu Ostern)
Ostern jährt sich auf ein Neues. Traditionell werden an diesen Festtagen vor allem Osterlämmer verzehrt. Zartes Lammfleisch was den Gaumen verwöhnt. Doch hinter dieser Gaumenfreude steckt unvorstellbares Elend, was jegliche Vorstellungen übertrifft und was so gar nicht zu einem angeblich friedlichen Fest passt. Die Haltung von Lämmern, der Transport und die Schlachtung sind alles andere als friedlich. Zu wenige Menschen wissen, was sich für Grausamkeiten hinter dem niedlich klingenden Namen „Osterlamm“ verstecken. Ein Osterlamm ist nichts anderes als ein Säugling bzw. ein Baby.
In Europa ist die Lammfleischproduktion rückläufig und wird nur noch selten betrieben, da der Profit aus der Schafhaltung nicht mehr sonderlich profitabel ist. Somit wird das Lammfleisch, vor allem zu Ostern, aus dem Ausland importiert. Die Lämmer stammen aus Neuseeland, Australien, Großbritannien, Frankreich und Italien. Allein in Deutschland werden jährlich bis zu 900.000 Lämmer getötet!

Was genau ist ein Osterlamm?
Ein Osterlamm ist ein Säugling bzw. ein Baby. Die Lämmer sind häufig noch im Säuglingsalter, wenn sie von ihrer Mutter getrennt und geschlachtet werden. Unterschieden wird zwischen
- Milchlämmern, Alter 2-6 Monate und
- Mastlämmern, Altern 6-12 Monate
Milchlämmer nehmen ausschließlich Muttermilch zu sich.
Somit werden Lämmer bereits mit 8 Wochen von ihrer Mutter getrennt und zur Schlachtbank geführt. Klartext: Ein 8 Wochen alter Säugling wird zur Schlachtbank geführt.


Die Haltung von Osterlämmern
Animal Equality dokumentierte ein Jahr lang die Lammhaltung in Italien und brachte erschreckende und verstörende Fakten ans Tageslicht. Mit versteckter Kamera wurde festgehalten, wie enorm hoch das Leid der Lämmer ist.
Die Mutter-Kind-Bindung von Schafen ist schon kurz nach der Geburt sehr intensiv und hält meist ein ganzes Leben. Die Lämmer, die häufig noch im Säuglingsalter von 8 Wochen sind, und Muttermilch trinken werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt. Für Mutter und Lamm ist diese Trennung sehr traumatisierend und verstörend. Die verängstigten Lämmer werden danach in viel zu engen Ställen gehalten und von den Züchtern und Mitarbeitern des Hofes massiv misshandelt, dazu gehören heftige Schläge und Tritte. Die kleinen Lämmer entwickeln dadurch starke Verhaltensstörungen und verletzen sich selbst und andere. Zudem werden die Tiere über mehrere Stunden auf extrem beengten Raum zusammengepfercht, darunter sind kranke, verletzte und sogar tote Tiere. Die kranken Lämmer werden weder medizinisch versorgt noch die Leichen entsorgt. Katastrophale Zustände!
Viele Lämmer sterben bereits durch die nicht artgerechte Haltung. Wer die Haltung überlebt, stirbt entweder beim Transport oder spätestens im Schlachthof. Bereits hier wird eine Verlustrate der Händler berücksichtigt.

Der Transport von Lämmern
Sobald die Tiere „verladen“ werden, wenden einige italienische Betriebe die verbotene Methode „Wiegen“ an. Dabei werden die jungen Lämmer an den Hinterbeinen hoch genommen, was für die Tiere sehr schmerzhaft ist. Sie kugeln sich dabei oft Gelenke aus oder ziehen sich sehr schmerzhafte Gelenkbrüche und Muskel- sowie Bänderdeformationen zu. Diese Verletzungen werden nicht behandelt, so leiden die Tiere unvorstellbare Qualen. Über Stunden!
Das Lammfleisch aus Italien wird auch nach Deutschland exportiert.
Die Osterlämmer werden von Land zu Land transportiert um den Bedarf an Lammfleisch in den Ländern zu decken. Das bedeutet, dass die jungen Lämmer teilweise auf vier Etagen zusammengepfercht werden und bis zu 28 Stunden OHNE Versorgung bis zum Zielort transportiert werden. Genau das deckte erst 2018 die Animal Welfare Foundation auf. Die von ihnen geprüften LKWs hatten teilweise bis zu 850 Lämmer geladen! Vor Enge konnten die Lämmer nicht einmal liegen und standen stundenlang! Die Organisation folgte diesem LKW bis zum Schlachtort und dokumentierten so sehr genau die Transportdauer und die Versorgung die Tiere. Die übrigens absolut nicht stattfand. Weder Essen noch Trinken bekamen die Tiere. Die kleinen Lämmer mussten über 20 Stunden ohne einen Tropfen Wasser auskommen. Der Transporter startete in Rumänien und stoppte erst in der Nähe von Rom. Noch auf der Fahrt zeigte die Animal Welfare Foundation den LKW Fahrer an. Die Polizei stoppte für einige Stunden den Transport, verhängte ein Bußgeld und ließ den Transporter dann leider weiterfahren.
Die Lämmer werden jedoch nicht nur mittels LKWs zu den Schlachtbetrieben gefahren, sondern auch per Transportschiff. Diese Schiffe können bis zu 100.000 Lämmer aufnehmen. So eine Reise kann bis zu 3 Wochen dauern. Die Tiere werden häufig nach Ägypten und Asien verschifft. Die Tiere werden meistens für das muslimische Opferfest getötet. Dafür werden die Tiere nach islamischem Brauch getötet, das bedeutet, dass den Tieren die Kehle durchgeschnitten wird. Dafür müssen die Tiere lebendig am Schlachtort ankommen. Doch da die Lämmer auf dieser Reise unzureichend versorgt werden und einer extrem Enge ausgesetzt sind, überleben viele Tiere den Transport nicht. Die Händler planen dafür eine feste Verlustrate von ca. 2 Prozent ein. Von 100.000 Lämmern schaffen es mindestens 2000 nicht.
Viele Lämmer stammen auch aus Australien und Neuseeland, die aufgrund von EU-Agrarsubventionen und fehlenden Importzöllen in die EU transportiert werden. Der vorgeschriebene Platz für ein Lamm beträgt 0,2m² und für ein trächtiges Mutterschaf gerade einmal 0,5m². Extrem wenig Platz für ein leidensfähiges Lebewesen.

Die Schlachtung von Lämmern
Im Schlachthaus wartet dann nicht die Erlösung, sondern die Qual nimmt noch einmal zu. Die verstörten, verletzten und völlig verängstigten Lämmer werden im Schlachthaus in viel zu kleine Ställe aus Metallgittern gepfercht. Diese sind so klein, dass die Tiere teilweise übereinanderstehen. Die Videoaufnahmen von Animal Equality zeigen schreiende kleine Lämmer, die sich in den Gittern verfangen und dabei verletzen.
Die besuchten Schlachthäuser führten die Elektronarkose durch, wodurch das Tier vor der Schlachtung betäubt wird. Diese wurde sehr häufig nicht korrekt ausgeführt, so, dass die Lämmer ihre Schlachtung bei vollem Bewusstsein mitbekamen. Sie treten während diesem Prozesses vor Panik um sich bis sie qualvoll verbluten.

Lösung: Ostern wirklich friedlich feiern
… und zwar ohne ein gefoltertes Lebewesen. Um genau zu sein, ohne einen qualvoll getöteten Säugling. Schwer zu lesen und zu begreifen, aber es ist genauso. Es sind getötete Säuglinge und Babys.
Die Lösung für dieses Leid ist sehr einfach. Das Fest der Auferstehung wirklich friedlich feiern. Ohne Leid, ohne Qual, ohne ein totes Tier.
Es gibt sehr leckere pflanzliche Alternativen, die perfekt an so einem Fest verzehrt werden können ohne ein Tier dafür leiden und sterben zu lassen.
Wie wahrhaftig können Werte sein, wenn sie mit so einem Elend gefeiert werden? Jeder sollte seine Werte hinterfragen und sich die Frage stellen, wie friedlich er wirklich lebt.

Hier geht es zu einigen leckeren friedlichen Rezepten:
Quellen:
https://animalequality.de/neuigkeiten/2013/03/23/animal-equality-enth-llt-die-grausame-realit-t-f-r-l-mmer-italien/
https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/tierschutz/1033-das-leiden-der-osterl%C3%A4mmer.html
http://www.freiheit-fuer-tiere.de/vorschau/lasst-die-osterlaemmer-leben.html
https://www.animal-welfare-foundation.org/blog/polen-tschechien-slowakei-ungarn-slowenien-italien-transporte-der-osterlaemmer
https://www.aktiontier.org/themen/ostern/osterlamm/
https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/osterlaemmer-erfurt-tiefthal-100.html
https://www.peta.de/laemmer
von V Change Makers | März 9, 2020 | Artikel, Ernährung, Folgen des Konsums von tierischen Produkten, ich lebe vegan
Pro 100gr Hackfleisch isst du Stücke von 42 Tieren
Jeder hat seinen eigenen Auslöser, der ganz von selbst dafür sorgt, dass sich Menschen für eine fleischfreie Alternative entscheiden. Dieser hier ist so einer. Die Tatsache, dass du mit einer 500gr Packung die DNA von 210 Tieren isst, hat dafür gesorgt, dass sich eine Bekannte von mir, so sehr geekelt hat, dass sie sich für eine fleischfreie Ernährung entschieden hat. Mir war diese Tatsache völlig unbekannt! Als sie mir davon erzählte, muss ich sofort recherchieren, ob das wirklich so ist. Und JA, es stimmt! Ich war und bin immer noch fassungslos. Das hätte ich nie im Leben gedacht. Ich hatte vermutet, dass sich eventuell so 1-3 Tiere in ein so einer Packung befinden, aber 210?! WTF?!?!

Es handelt sich um 150 Schweine und rund 60 Rindern. Wusstest du das???

Übrigens stammen diese Tiere auch nicht aus einem Betrieb, sondern aus zig verschiedenen in ganz Europa. Das Einzige was angegeben werden muss, ist die Mast bzw. der Schlachtort. Das Tier kann aber trotzdem außerhalb von Deutschland geboren wurden sein. Ein Tier durchläuft MINDESTENS 4 Stationen bis sein Fleisch im Supermarkt landet. In der Regel sind es sogar bis zu 8 Stationen! Beispiel:
Station 1: Ein Schwein wird bspw. in Belgien oder Holland geboren,
Station 2: Das Ferkel wird nach Spanien oder Italien transportiert und dort gemästet.
Station 3: Das junge Schwein wird in Deutschland, Italien oder auch in Spanien geschlachtet.
Station 4: Je nachdem wo das Schwein geschlachtet wird, landet es dort direkt im Supermarkt, oder das Fleisch wird zum Verarbeiten nach Polen geschickt.
Station 5: Das fertig verarbeitete Fleisch landet dann in verschiedenen Ländern im Supermarkt.
Wie ihr seht, enthält eine 500gr Packung Hack einen Mix an verschiedenen Tieren in großer Anzahl und der Hinweis auf der Packung „deutsches Qualitätsprodukt“ oder „aus deutscher Herstellung“ bedeutet nicht, dass die Tiere in Deutschland geboren und gehalten wurden.
Mach dir das bewusst: Du isst bei einer typischen Bolognesesoße mal eben so Stücke von 210 Tieren. Rechne das mal runter: Pro 100gr Hacklfleisst isst du also Stücke von 42 Tieren.

Fleisch von Tieren, die durch ganz Europa transportiert wurden, die massiven Stress und ausgesetzt waren, sowie einer Haltung, die schwerste Verhaltensstörungen hervorrief. Diesen Stress nimmst du dann direkt von 210 Tieren auf. Geballte Menge. Geballte Tatsache. Geballte Chance um was in seiner eigenen Ernährung zu ändern. Tierische Lebensmitteln sind so stark entfremdet, dass wir keinerlei Bezug und vor allem die genaue Vorstellungen davon haben, was wir eigentlich essen und in uns aufnehmen. Es ist Zeit etwas zu ändern!
Mein Tipp um es besser zu machen ohne auf den Geschmack zu verzichten:
Wir vergöttern das pflanzliche Hack von Lidl. Dort wird nämlich unter der eigenen Marke „Next Level“ ein GIGANTISCH gutes pflanzliches Hack verkauft, was dich beim Essen eskalieren lässt. So lecker ist es und so unglaublich realistisch schmeckt es! Teste es einfach mal 🙂 Denk daran: Probieren geht über Studieren! 🙂
War dir das bewusst? Ich wusste diese Tatsache nicht und dachte es wären viel viel viel weniger Tiere in einer Packung. Was macht diese Information mit dir?
Quellen:
https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/lebensmittelskandale/besser-vegetarier-werden-betrug-das-steckt-wirklich-im-discounterfleisch_id_4603259.html
https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=1c-_AgP5eg8
Weitere kurze und knackige Aufklärungsartikel mit Fakten, die du garantiert noch nicht wusstest:
- Klimasünder: Warum Butter ein Klimakiller ist und welche Lösung es gibt
- Problem Ernährung: Menschen (fr)essen sich das Gehirn weg
- Ich lebe vegan, weil ich das Leid nicht mehr ertrage
- Psychopharmaka: Zootiere werden zu Junkies gemacht
- Ich lebe vegan, weil ich den Frieden in mir bewahren will
- Ich lebe vegan, um das Aufsteigen von Treibhausgasen zu verhindern
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- Wir leben vegan, damit Babys nicht von ihren Müttern getrennt werden
- Ich lebe vegan, weil Schweine im Brühbad aufwachen und grausam sterben
- Ich lebe vegan, weil 45 Millionen Babys jährlich getötet werden
- Delfine begehen in Gefangenschaft Selbstmord.
- Grausamer Fischfang: Fischen platzt ihre Schwimmblase
- Zirkustiere: Das Leid hinter dem Vorhang
- An alle Klimawandel Fanatiker: Was ist so schlimm an 1,5 Grad mehr?
- Pelzgewinnung: „Die Tiere haben nichts gespürt! Kein Zweifel!“
- Foie Gras: Gänsestopfleber – das kranke Organ eines Tieres
- 5 Gründe, warum es besser ist, wenn du keinen Gänsebraten isst
- 8 wichtige Dinge, die sich enorm verbessern, wenn du vegan lebst!
- Hunger ist gewollt: Welthunger vs Ernährung von 70 Mrd. Nutztieren
von V Change Makers | Feb. 11, 2020 | Artikel, Empfehlungen (Produkte, Restaurants, etc.), Ernährung, Folgen des Konsums von tierischen Produkten, ich lebe vegan, V Change Makers
Wie der Konsum von tierischen Produkten und Fast Food unser Gehirn zerstört.
Unsere derzeitige Ernährung ist unserer Gesellschaft ein sehr großes Problem. Über 70% der heutigen Erkrankungen hätten durch eine ausgewogene und vollwertige Ernährung und genug Bewegung vermieden werden können. Fast Food in allen Varianten ist eine gern gesehene Variante um sich schnell zu sättigen. Fast Food Läden gibt es immerhin an jeder Ecke. Damit sind unmittelbar auch tierische Produkte verbunden. Wer tierische Produkte und Fast Food konsumiert geht ein erhebliches Risiko ein um an Demenz zu erkranken.

Forscher haben bereits mehrfach wissenschaftlich belegt, dass vor allem Fast Food und tierische Lebensmittel den geistigen Verfall stark fördern. Vor allem Alzheimer ist auf dem Vormarsch. Es ist die häufigste Form der Demenz. In den Untersuchungen fanden die Forscher eindeutige Zusammenhänge zwischen abnehmender Gehirnleistungen und ungesunden Lebensgewohnheiten, sowie eine DIREKTE Verbindung einer beeinträchtigen Hirnfunktion durch Fast Food. Fleisch essende Menschen weisen ein dreifach (!!!) erhöhtes Alzheimer Risiko auf.

Einen 100% Schutz gegen den geistigen Verfall gibt es nicht, doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten um den Verfall abzumildern und zu verzögern.
Die wichtigste Komponente ist die Ernährung. Unser komplexes neuronales Netzwerk benötigt hochwertige Nährstoffe um reibungslos zu funktionieren. Die einzelnen Nervenzellen und Synapsen sind auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung angewiesen.

Benötigte Nährstoffe gegen geistigen Verfall:
- Sekundäre Pflanzenstoffe + polyphenola aus pflanzlichen Lebensmitteln
- Vitamin C und E
- Vitamine der B-Gruppe (vor allem B6, B12 und Folsäure)
- Omega 3 Fettsäuren (gewonnen aus Mikroalgen)
6 Tipps gegen das Vergessen:
- Wasser, grüner und schwarzer Tee
- Frisches Gemüse zu jeder Mahlzeit, vor allem Grünes. (Polyphenole)
- Täglich Obst, vor allem Beeren (Vitamin C + Sekundäre Pflanzenstoffe)
- Hülsenfrüchte mehrmals die Woche (Bohnen, Erbsen, Linsen etc. – B Vitamine, Folsäure, Polyphenole)
- Vollkorn (B Vitamine, Polyphenole)
- Hochwertige Öle (Mikroalgenöl mit EPA & DPA, Nüsse, Samen)
Was du selten bis gar nicht essen solltest:
- Frittiertes und Fast Food wie Burger und Pommes
- verarbeitete Lebensmittel wie Chips oder Desserts
- rotes und verarbeitetes Fleisch
- Butter, Margarine und Käse
- zucker- und alkoholhaltige Getränke
- Gebäck und Süßigkeiten
Mal was Süßes, mal ne Pommes, mal ein Kuchen, mal ne Pizza etc zerstört nicht sofort dein Gehirn. Die Menge und die Häufigkeit macht das Gift. Lass solche Lebensmittel Ausnahmen sein 🙂
Mit deiner täglichen Ernährung hast du es in der Hand auch im Alter fit und gesund zu sein. Wir können mit einer gesunden Ernährung nicht jede Krankheit ausschließen, doch wir können das Risiko um ein vielfaches senken, wenn wir einen hohen Wert auf eine hochwertige und ausgewogene Ernährung legen. Denkt daran, wir haben nur diese eine Gesundheit!
„Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.“ – Ludwig Börne
Quellen:
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/demenz/forscher-sprechen-von-irreversiblen-schaeden-wir-essen-uns-das-gehirn-weg-wenn-sie-so-essen-erhoehen-sie-ihr-demenzrisiko_id_10835021.html
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/demenz/forscher-sprechen-von-irreversiblen-schaeden-wir-essen-uns-das-gehirn-weg-wenn-sie-so-essen-erhoehen-sie-ihr-demenzrisiko_id_10835021.html
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/essen-gegen-das-vergessen-wie-eine-kluge-lebensmittelauswahl-vor-demenz-schuetzen-kann_id_9286806.html
https://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/ernaehrung-und-lebensstil/erkrankungen-durch-falsche-ernaehrung
https://www.peta.de/demenz
Weitere interessante kurze und knackige Artikel dieser Aufklärungsreihe:
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- Ich lebe vegan, um das Aufsteigen von Treibhausgasen zu verhindern
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- Wir leben vegan, damit Babys nicht von ihren Müttern getrennt werden
- Ich lebe vegan, weil Schweine im Brühbad aufwachen und grausam sterben
- Ich lebe vegan, weil 45 Millionen Babys jährlich getötet werden
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- 8 wichtige Dinge, die sich enorm verbessern, wenn du vegan lebst!
- Hunger ist gewollt: Welthunger vs Ernährung von 70 Mrd. Nutztieren
von V Change Makers | Jan. 29, 2020 | Artikel, Ernährung, Folgen des Konsums von tierischen Produkten, Welthunger
Finde den Fehler: 2 Milliarden Menschen leiden Hunger. Doch es ist kein Problem jährlich 70 Mrd. Nutztiere zu ernähren.
Es gibt über 2 Milliarden Menschen auf der Welt, die unter lebensbedrohlichen Hunger leiden.
Es gibt jedoch auch 70 Milliarden Nutztiere auf der Welt, die problemlos jährlich ernährt werden. Die so sehr gemästet werden, dass sie unter ihrem Gewicht zusammenbrechen. Schauen wir uns diesen Irrsinn einmal genauer an und erfahren warum Hunger in der Welt gewollt ist.

Warum Welthunger gewollt ist
Zunächst betrachten wir genauer die Zahl der hungernden Menschen.
Warum die Zahl „820 Millionen“ (variiert zwischen 830-870 Millionen), die viele Hilfsorganisationen veröffentlichen, nicht aussagekräftig genug ist

Als den Regierungen weltweit klar wurde, dass das Wirtschaftssystem den Welthunger nicht bekämpfen kann, ihn sogar verschlimmert, wurden Mittel und Wege gefunden um die nicht erreichten Ziele zu verschleiern. Dafür wendete die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisationen der Vereinten Nationen) methodische Änderungen in der Erfassung des Welthungers an, um die Zahlen zu verharmlosen bzw. zu beschönigen. Die Änderungen sahen unter anderem wie folgt aus:
- Auswirkungen von Wirtschaftskrisen wurden und werden nicht allumfassend miteinbezogen
- Die Kriterien zum Zugang zu Nahrungsmittelvorräten wurde gelockert
- Die Hungerschwelle wurde gesenkt, damit sich der Trend augenscheinlich schneller verbesserte als bei früheren Erhebungen. Die Ausgangswerte waren nicht dieselben.
Dazu kommt die Definition von Hunger der UN-Hungerstatistiken und der FAO. Ein Mensch gilt erst als unterernährt, wenn seine Kalorienzufuhr nicht ausreicht um den Mindestbedarf für einen sitzenden Lebensstil abzudecken innerhalb eines Jahres. Wer 11 Monate hungert fällt aus dem Raster. Hungernde Menschen müssen zudem schwerste körperliche Arbeit verrichten, da sie sich gar keinen sitzenden Lebensstil leisten können. Auch diese Menschen fallen aus dem Raster. So entsteht eine realitätsferne Zahl von ca. 820 Millionen. Zählt man aber sämtliche Personengruppen dazu, die unter einem lebensbedrohlichen Nährstoffmangel leiden und schwerste körperliche Arbeit verrichten müssen, kommen wir auf eine Zahl von über 2 Milliarden Menschen. Sämtliche Fakten rund um den Welthunger und der Armut werden so manipuliert, dass das Image der politisch verantwortlichen nicht geschädigt wird bzw. sie als eigentlicher Verursacher gesehen werden. Zudem soll damit aufgezeigt werden, dass unser Wirtschaftssystem allen Menschen weltweit zugutekommt. Was nicht der Realität entspricht.
Schauen wir uns des Weiteren an, wie es sein kann, dass so viele Menschen Hunger leider, aber soooo viele Nutztiere problemlos ernährt werden können. Oder habt ihr schon mal von einer Hungerkrise bei Nutztieren gehört?
Anbau und Verwendung der Futtermittel für Nutztiere
Die Nahrung für Nutztiere in der GANZEN Welt wird in Ländern angebaut, in denen 82% der hungernden Kinder bzw. Menschen leben. Dazu gehören Getreide, Soja und Mais. Rund 30-50% des Getreides weltweit gehen an Nutztiere, sowie ca. 80 % des Sojas und 56% des Maises. Die Menschen verhungern in diesen Ländern praktisch neben vollen Feldern. Der größte Teil des Tierfutters stammt aus Lateinamerika, da Europa aus klimatischen und geografischen Gründen nicht in der Lage ist selbst genug Futter zu produzieren. Somit rauben wir den Entwicklungsländern Landfläche, Energie und Wasser um unseren übertrieben Konsum an tierischen Produkten aufrecht zu erhalten. Im Gegenzug hungern sie. Für uns. Wegen uns.
Ineffizienz tierischer Produkte
Die Produktion von tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Butter verschwendet Unmengen an kostbaren Ressourcen.
Die Fakten in Zahlen
Bis zu 16 kg Getreide wird benötigt um gerade einmal 1 kg Fleisch zu produzieren!
Zwischen 5.000 und 20.000 Liter Wasser werden benötigt um gerade einmal 1 kg Rindfleisch zu produzieren!
Bis zu 9.700 Liter Wasser werden benötigt um gerade einmal 1 kg Schweinefleisch zu produzieren!
Bis zu 10.000 Liter Wasser werden benötigt um gerade einmal 1 kg Lammfleisch zu produzieren!
Bis zu 56m² Nutzfläche sind nötig für 1 kg Fleisch.
Im Vergleich werden nur maximal 1.500 Liter Wasser benötigt um 1 kg Getreide zu produzieren!
Neben der enormen Ressourcenverschwendung von Wasser, Land und Getreide, kommt die Ineffizienz des tierischen Proteins dazu. Es ist logisch, dass von 16kg Getreide wesentlich mehr Menschen satt werden als von 1 kg Fleisch. Des Weiteren ist klar ersichtlich, dass es sinnvoller wäre, Menschen mit bis zu 20.000 Liter Trinkwasser zu versorgen als damit nur 1 kg Fleisch herzustellen.
Wenn die Menge an pflanzlichen Lebensmittel ausschließlich für den menschlichen Verzehr bereitgestellt werden würde, würde das zu einem Anstieg der Nahrungskalorien um 70% führen. Das bedeutet, dass zusätzlich 4 Milliarden Menschen PROBLEMLOS ernährt werden könnten. Das heißt, wir könnten den Hunger von über 2 Milliarden Menschen PROBLEMLOS stillen!
Das wird aber nicht getan, da der Profit mit tierischen Produkten oberste Priorität hat und ein Menschenleben für diesen Industriezweig keine Relevanz hat.
Hunger ist somit gewollt – Profit steht vor dem Menschenleben
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, sagte bereits ganz treffend: „Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet“. Ihre Armut ist kein naturgegebener Zustand, sondern die Folge der Ausbeutung durch die westliche Welt.

Über 2 Milliarden Menschen hungern, weil wir reich sind. Wir rauben ihnen ihre Rohstoffe und somit Lebensgrundlage. Gerne wird damit argumentiert, dass die Menschen in Entwicklungsländern einfach zu unterentwickelt sind, zu ungebildet, zu faul etc. Doch Fakt ist, dass diese Länder hinunterentwickelt wurden. Durch uns. Ohne unseren Raub an den Schätzen dieser Länder, wären wir in Europa und in der restlichen Welt nicht da wo wir sind. Sie sind arm, damit wir reich sind. Wir sind ihnen etwas schuldig! Bezahlen können wir diese Schuld mit unserer Verantwortung, in dem wir so handeln, dass es ihnen zugutekommt.
Das Problem der Entwicklungsländer ist auch nicht, dass sie nicht aus ihrer Not herauskommen könnten. Ihre Länder haben wertvolle Rohstoffe und Ressourcen. Doch das Problem ist eher, dass sie daran gehindert werden. Armut existiert nicht einfach so – sie wird gezielt geschaffen.

Wir rauben ihnen ihre Bodenflächen, ihr Wasser und ihre Energie. Ihre gesamte Lebensgrundlage nutzen wir um „reich“ zu sein. Wir zerstören nicht nur ihre wertvollen Ressourcen, sondern ihre gesamte Lebensgrundlage und ihr Recht auf Leben. Um es ganz klar auf den Punkt zu bringen: Mit unserem Konsum von tierischen Produkten befeuern wir ohne Ende den Welthunger.
Finanzielle Ausbeutung
Es ist nicht nur der Raub an Rohstoffen, sondern auch die finanzielle Ausbeutung und Belastung. Die armen Länder erhalten zwar Billionen Dollar an Entwicklungshilfe, doch fast das Doppelte zahlen die Länder an Schulden zurück, hinzu kommen die Einkommenszahlungen an Investoren, wie Öl Unternehmen (Shell & Co.) und auch an Börsengewinnen der Normalbürger in der restlichen Welt, die durch Investitionen in Aktien und Anleihen der Verursacher des Hungers Profite erzielen. Ein weiterer großer Teil macht die Kapitalflucht aus. Dazu gehören zum Beispiel bewusst falsch ausgestellte Rechnungen um Gelder aus den Entwicklungsländern verschwinden zu lassen. Dadurch verlieren die Entwicklungsländer jedes Jahr ca. 875 Milliarden Dollar.
Warum die Entwicklungshilfe keine wirkliche Lösung ist
Die Entwicklungshilfe ist keine Lösung, weil sie nicht annähernd die Schäden begleichen kann, die durch die Geberländer verursacht werden. Z. B. profitiert die Weltbank von der Staatsverschuldung des Globalen Südens. Die Gates Foundation profitiert von einem Urheberschutzsystem, was lebensrettende Medikamente und wichtige Technologien hinter rückständigen Patent-Paywalls wegschließt etc. Nicht die reichen Ländern helfen den armen Ländern sich zu entwickeln, sondern genau anders herum. Die armen Ländern mit ihren reichen Rohstoffen entwickeln die reiche Welt. Die Entwicklungshilfe verschleiert die zerstörerische Macht unseres Wirtschaftssystems. Sie stellt die Geber als Retter da, dabei sind sie die eigentlichen Zerstörer und Erzeuger der Armut. Mit einer Hand zerstören sie diese Länder und mit der anderen Hand versuchen sie diese Länder wieder aufzubauen bzw. zu reparieren was sie zerstören. Alles unter dem Aspekt moralisch vorbildlich zu sein. Diese ganze Dramatik spiegelt eher ein Armutszeugnis wider. Die armen Länder brauchen in erster Linie keine zwielichtige Entwicklungshilfe von uns, sondern unsere Absicht, sie nicht mehr auszubeuten und immer ärmer zu machen. Nichts desto trotz, ist natürlich jede Art der Hilfe wichtig.
Unser Wirtschaftssystem wird den Welthunger niemals beenden
Wir müssen die Strukturen unseres Wirtschaftssystems grundlegend ändern, damit mehr Gerechtigkeit herrscht und nicht nur für die Reichen, sondern vor allem für die von uns Bestohlenen.
Sämtliche Bemühen jeglicher Entwicklungsorganisationen und privaten Spendern reicht nicht aus um ca. 830 Millionen bzw. fast 2 Milliarden hungernde Menschen zu ernähren. Ein blanker Hohn, da es PROBLEMLOS möglich ist JÄHRLICH 70 MILLIARDEN Nutztiere zu ernähren. Merkt ihr, wie falsch unser System ist und was uns vorgegaukelt wird? Oder habt ihr mal von einer anhaltenden Hungerkrise von Nutztieren gehört? NEIN! Noch erschreckender ist es zu wissen, dass die Futtermittel für diese vielen Nutztiere häufig in diesen Ländern angebaut werden. Die Menschen verhungern praktisch vor vollen Feldern. Der Welthunger ist kein Problem des Mangels, sondern ein Problem der Verteilung. Es ist schlichtweg nicht möglich, den Welthunger und die dazugehörige Armut mit den jetzigen Strukturen unseres Wirtschaftsmodelles zu beseitigen. Das Wirtschaftswachstum kommt NICHT den Armen zugute, sondern ausschließlich den Reichen, weil die Erträge des Wachstums sehr ungleich und ungerecht verteilt werden. Das ist das Ursache. Und so lange sich das nicht ändert, kann der Welthunger niemals gelöst werden. Ganz im Gegenteil, es wird sich von Jahr zu Jahr verschlimmern.
Wenn euch die Hintergrundinformationen dazu interessieren, dann kann ich euch das Buch „Die Tyrannei des Wachstums“ von Jason Hickel sehr ans Herz legen. Er belegt sämtliche Aussagen mit Quellen und erklärt ausführlich, wie kontraproduktiv unser Wirtschaftssystem ist und welchen schädlichen Einfluss es auf die Menschheit hat.
Was du aktiv tun kannst

Wecke das Vorhaben in dir, gegen die Ausbeutung anderer Länder zu sein. Ersetze tierische Produkte in deinem Ernährungsplan durch pflanzliche Produkte. Verwöhne deinen Körper mit gesunder, nährstoffreicher und nachhaltiger pflanzlichen Lebensmitteln. Zum Beispiel mit ressourcensparender Pflanzenmilch, klimafreundlicher pflanzlicher Butter und Margarine, gesunden Aufstrichen und leidfreien fleischähnlichen Aufschnitten sowie Fleischimitaten, die täuschend echt schmecken. Denk daran, lieber etwas tun als gar nichts! Es ist wichtiger überhaupt irgendwo anzufangen als zu 100% perfekt nachhaltig zu leben. Des Weiteren beziehst du mit einer vorwiegenden pflanzlichen Ernährung ganz klar Stellung zu dieser Thematik und setzt damit ein Statement. Begründe am ersten deine Entscheidung dich mehr pflanzlich zu ernähren, damit, dass du so deinen Beitrag in Bezug auf die Vermeidung des Welthungers leistest. Inspiriere andere damit und sensibilisiere sie so für diese Thematik. Des Weiteren achte darauf in welche Aktien und Anleihen du investierst! Stärke nicht die Verursacher für so viele Probleme in der Welt. Stärke lieber die, die was dagegen unternehmen.
In diesem Sinne schließe ich mit diesen Worten ab.
Die Welt braucht nicht einen, der perfekt nachhaltig lebt, sondern Millionen, die unperfekt nachhaltig leben.

Lieber 80% nachhaltig leben und einen positiven Einfluss auf die Welt erzeugen als gar keinen.
Lieber 70% nachhaltig leben und einen positiven Einfluss auf die Welt erzeugen als gar keinen.
Lieber 60% nachhaltig leben und einen positiven Einfluss auf die Welt erzeugen als gar keinen.
Weitere Artikel und Informationen zum Thema Welthunger:
Quellen:
https://proveg.com/de/5-pros/gerechtigkeit/
https://www.oxfam.de/unsere-arbeit/themen/10-gruende-fuer-hunger
Buch: „Die Tyrannei des Wachstums“ – Jason Hickel
https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/der-fleischkonsum-ist-ein-desaster-okologisch-moralisch-gesundheitlich#
https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/beyond-meat-und-co-die-neue-lust-auf-vleisch
https://www.ciwf.org.uk/media/3640540/ciwf_strategic_plan_20132017.pdf