Geburtsbericht: 2. Kaiserschnitt – Zum Glück habe ich meiner Intuition vertraut

Geburtsbericht: 2. Kaiserschnitt – Zum Glück habe ich meiner Intuition vertraut

Warum es so wichtig war, dass ich mich bei der Entscheidung für den 2. Kaiserschnitt nicht verunsichern lassen habe

Heute folgt nun mein persönlicher Geburtsbericht. Viele von euch haben schon sehnsüchtig darauf gewartet. Ihr habt mich so intensiv durch meine 2. vegane Schwangerschaft begleitet, mir Sorgen genommen und mir Mut gemacht, dass wir alles zur Geburt so schaffen, wie wir es uns wünschen. Wie ihr wisst, hatte ich große Sorgen und Bedenken bzgl. der Betreuung unseres Sohnes während der Geburt sowie in eine spontane Geburt gedrängt zu werden, obwohl ich mir aus guten Gründen einen geplanten Kaiserschnitt wünschte. Erfahrt nun, wie alles ablief.

Wenn ihr wissen wollt, wie mein 1. Kaiserschnitt verlief, dann lest es hier nach: Geburtsbericht: Geplanter Kaiserschnitt – Kritik, Panik und pures Glück

Meine Stillgeschichte gibt es hier: Stillen: Der wahre Horror beginnt erst jetzt

Hier erwarten euch Stilltipps, sowie absolut nützliche Tipps zum Wochenbett:  Milchpulver oder Muttermilch? – 10 unverzichtbare Tipps bei Stillproblemen  und Wochenbett Kaiserschnitt: So war es bei mir + ehrliche Tipps

 

Ein paar wichtige Informationen vorab: Wieso ich mich wieder für einen Kaiserschnitt entschieden habe

Es war meine zweite Geburt. Bereits die erste Geburt war ein geplanter Kaiserschnitt. Warum? Ganz einfach. Meine Mutter brachte zwei Kinder zur Welt und bei jeder Geburt riss sie. Sie hat bis heute Probleme damit bzw. mit den Spuren der Geburten. Damit wuchs ich auf und hatte somit schon immer Angst davor etwas gleiches bei der Geburt zur erleben. Ich sprach mit meiner Frauenärztin darüber, suchte Hilfe, informierte mich ausgiebig, doch nichts half um mir meine Angst zu nehmen und mit einem guten Gefühl in die Geburt zu gehen. Meine Frauenärztin sagte mir klipp und klar: „Das Schlimmste was Sie machen können, ist mit Panik in die Geburt zu gehen.“ Sie sagte mir sogar ganz offen, dass Sie mir auch keine Psychotherapie empfiehlt bzw. kritisch sieht, da eine Geburt gewaltig ist und die Panik ganz schnell wieder aufkommen kann und das ist einfach völlig kontraproduktiv bei einem Geburtsprozess. Somit fiel meine Entscheidung klipp und klar auf den Kaiserschnitt und ich fühlte mich beide Mal sehr gut mit der Entscheidung. Es fühlte sich absolut richtig an. Es hatte auch viel mit meiner Intuition zu tun. Dieser sollte man einfach immer vertrauen! Denn im Nachhinein war es bei jeder Geburt wesentlich besser, dass ich einen Kaiserschnitt hatte. Bei der ersten Geburt hatte ich eine Infektion, bei der unser Sohn, bei einer natürlichen Geburt, direkt hätte Antibiotika bekommen müssen. Ein Killer für das Mikrobiom. Bei der zweiten Geburt erfahrt ihr sogleich die Gründe warum auch diesmal der Kaiserschnitt besser war.

Fahren wir mit unserer Hauptsorge fort…

Unsere Hauptsorge: Wer betreut unseren Sohn während der Geburt?

Das Hauptproblem war, dass wir keine gesicherte Betreuung für unseren Sohn während der Geburt hatten. Wir sind kurz vor der Geburt umgezogen und wohnen nun über 30 Minuten entfernt von den Großeltern, die somit auch nicht, vor allem nachts, schnell bei uns sein konnten. Das Krankenhaus ist weitere 30 Minuten entfernt, somit planten wir eine Zeitspanne von 1,5 Stunden ein, bis unser Sohn betreut werden konnte. In 1,5 Stunden kann so viel passieren während einer Geburt. Ich hatte wahnsinnige Angst, dass die Geburt so schnell von statten geht, dass keine Zeit mehr für einen Kaiserschnitt bleibt oder das Kind aufgrund seiner Große und Gewicht stecken bleibt und ich eventuell eine Vollnarkose für den Kaiserschnitt benötige. Oh was waren schreckliche Sorgen, die uns so richtig unruhig werden ließen.

 

Meine Frauenärztin geht definitiv davon aus, dass unser Baby früher kommt – Die Ärzte im Krankenhaus sind dagegen

Hinzu kam die Problematik, dass meine Frauenärztin (sehr kompetent, erfahren und lag bis jetzt immer goldrichtig mit ihren Einschätzungen) absolut davon ausging, dass die kleine Maus in meinem Bauch locker 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin das Licht der Welt erblicken wird. Die „Kleine“ war nämlich schon sehr groß und schwer für die Schwangerschaft. Zusätzlich hatte ich sehr viel Fruchtwasser. Zunächst dachte meine Frauenärztin noch, dass ich eventuell Zucker haben könnte, doch das konnte durch einen wiederholten Test ausgeschlossen werden. Somit war die „Kleine“ in meinem Bauch einfach eine ordentliche Wuchtbrumme. Bei der Geburtsplanung im Krankenhaus stellte die Ärztin zwar auch fest, dass die Kleine wesentlich größer und schwerer war als nötig, plus das vermehrte Fruchtwasser, allerdings hielt die Ärztin daran fest, die Kleine „später“ zu holen, sprich kurz vor dem errechneten Geburtstermin. Somit gab es bei beiden Berechnungen gute zwei Wochen Unterschied. Das war für mich nicht leicht auszuhalten, da ich nun mal keine spontane Geburt haben wollte. Zumal ich auch deutlich, sehr deutlich spürte, dass die Kleine früher kommen wird. Ich hatte wochenlang sehr starke Senkwehen, zwei Wochen vor der Geburt konnte ich nicht mehr das Haus verlassen und mein Körper signalisierte mir sooo klar, dass die Kleine früher kommen wird. Jedoch zählte das für das Krankenhaus nicht. Somit hieß es abwarten und das Beste hoffen. Das war für mich bzw. für uns schwer zu ertragen. Vor allem bzgl. der Betreuung für unseren Sohn. Angenommen es ginge nachts los und die Großeltern brauchen zu lange zu uns, dann hätte mein Mann bei der Geburt nicht dabei sein können. Das war für mich ein unvorstellbarer Gedanke. Nicht zu ertragen! Er sollte doch auch unser kleines zweites Wunder begrüßen UND mir bei diesem Prozess helfen bzw. mich unterstützen.

Die Gedanken ließen uns beide nicht los. Wir waren die Zeit vor der Geburt so unruhig, dass wir uns beide immer wieder gegenseitig beruhigen mussten. Nach einer Zeit hielten wir uns an dem Glauben fest, dass unsere kleine Maus alles regeln wird und dann kommen wird, wenn es passt. Im Nachhinein lache ich, wenn ich über dieses Wunschdenken nachdenke … als ob Kinder ein Bombentiming hätten beim Geburtsprozess … hahaha .. erfahrt nun mehr…

 

Die Geburt: Die ersten Anzeichen. Der Schleimpropf löst sich

Es ist Samstagmorgen. Ich gehe auf Toilette und stelle fest, dass der Schleimpropf beginnt sich zu lösen. Googelt danach, wenn ihr wissen wollt, wie dieser aussieht.

Mir war direkt mulmig, allerdings war es keine Überraschung, da ich einfach spürte, dass es in Kürze soweit ist. Mein Körper kann einfach nicht mehr.

Ich rufe morgens beim Krankenhaus an und frage, wie ich vorgehen soll. Im Internet stand, dass es jetzt 1-2 Tage dauern kann bis die Geburt beginnt. Im Krankenhaus werde ich gefühlt abgewiesen mit dem Hinweis, dass es auch noch einige Tage dauern kann. Ich werde nervös.

Gegen späten Nachmittag gehe ich noch einmal auf die Toilette und stelle fest, dass sich immer mehr der Schleimpropf löst. Ich werde noch unruhiger. Zum Glück habe ich meine Kliniktasche bereits gepackt und alles vorbereitet. Wir versuchen ruhig zu bleiben.

Ich kann mich den ganzen Tag kaum bewegen. Jeder Schritt ist schwerfällig. Mein Riesenbauch erschlägt mich. Vor 9 Tagen hatte ich das letzte Mal meinen Bauchumfang gemessen, da war ich tatsächlich schon bei 111cm angekommen. Viel zu viel für meinen Körper. Ich muss ihn beim Laufen festhalten und unterstützen. So schwer ist er. Dazu kommt, dass wir seit einigen Tagen eine schwere Erkältung mit uns herumschleppen. Ständiges Nasenputzen, Schlappheit und Unwohlsein. Absolut unpraktisch für eine anstehende Geburt.

 

Oh nein! Die ersten Wehen setzen ein …

Es ist Abend, wir gehen ins Bett. Ich schaffe es nicht lang aufzubleiben, ich fühle mich schlecht wegen der Erkältung und gehe früh schlafen. Gegen 22 Uhr wache ich auf. Da war was. Ein starkes Ziehen. Ich versuche es zu ignorieren, da ich so müde bin und mich nicht gut fühle. Ich kann es nicht einordnen und denke, dass es eventuell eine weitere Senkwehe ist.

Es ist 23.45 Uhr. Ich wache noch einmal auf, das Ziehen ist so stark, dass ich völlig irritiert bin. Ich kann es wieder nicht einordnen. Um 0 Uhr tritt wieder das starke Ziehen ein. Diesmal bin ich dabei wach. Oh was für ein heftiges Ziehen. Was ist das? Wehen? Wenn ja, fühlen sie sich so ganz anders an als gedacht. Ich dachte an die Worte einer Freundin „Wehen gehen einfach nicht mehr weg und ich konnte bei einer Wehe kein Gespräch mehr führen“. Uh, das Ziehen ist tatsächlich so intensiv und stark, dass ich währenddessen tatsächlich kein Wort mehr sagen kann, sondern einfach hoffe, dass das es gleich weg ist. Ich geh auf Toilette und hoffe, dass die Erleichterung etwas bringt.

Ich bin zurück im Bett. 0.12 Uhr. 12 Minuten später. Das nächste Ziehen. Ich nehme mein Handy und schreibe die Abstände auf. 0.20 Uhr. Das nächste Ziehen. Puh, die Abstände sind gar nicht so weit auseinander. Das könnten somit tatsächlich Wehen sein. Ich bin total verunsichert und weiß nichts mehr einzuordnen. Geht es jetzt wirklich los? Ich bin doch so krank, so müde und gerade gar nicht in der Lage Kraft aufzubringen. Soll ich Mathias schon wecken? Übertreibe ich? Falscher Alarm?

0.35 Uhr Heidewitzka, die nächste Wehe. Die Abstände sind recht regelmäßig, das können nur noch Wehen sein. Ich habe Sorgen, irgendwie Angst. Die kleine Wuchtbrumme in meinem Bauch bewegt sich fleißig. Können sich Babys während des Geburtsprozesses wirklich noch so stark bewegen? Erstaunlich.

0.45 Uhr. Oh Himmel. Die Abstände werden jetzt wohl geringer. 0.51 Uhr. Alter Falter, 6 Minuten nur noch dazwischen. Was mach ich bloß?

0.58 Uhr, 7 Minuten Abstand. Mir wird immer mulmiger. Bin jedoch immer noch verunsichert. Ich habe generell eine sehr hohe Schmerzgrenze. Halte ich gerade schon wieder zu viel aus? Relativiere ich den starken Schmerz?

1.07 Uhr. Ich beginne jetzt die Dauer der Wehen zu messen. Puh 45 Sekunden. Alter Falter, das ist sowas von kein Zuckerschlecken. Ich musste gerade richtig die Zähne zusammenbeißen um die Wehe zu überstehen. Keine Position schafft Erleichterung, kein Atmen schafft Linderung.

1.16 Uhr es geht weiter. Gnadenlos. Das müssen einfach Wehen sein.

1.32 Uhr. Puuuuh, 56 Sekunden lang dauerte die Wehe. So intensiv. Was für ein krasses Gefühl. Es fühlt sich nicht an wie Periodenschmerzen, sondern der gesamte Bauch zieht sich extrem intensiv zusammen. Wie soll ich den Schmerz nur beschreiben? Er fühlt sich nicht innerlich an, sondern außerhalb. Die Bauchdecke wird sooo extrem hart und alles zieht.

1. 55 Uhr. Es wird definitiv immer heftiger. Ich bin nervös.

 

Mathias wird wach

 „Was ist los Schatz?“, fragt er mich.

„Ich glaube, ich habe Wehen“, sage ich ängstlich und unsicher.

„Ehrlich???“, fragt er noch einmal. Ich merke, dass er auch spürt, dass es ernst ist und würde am liebsten sofort seine Eltern anrufen. Ich bin noch am Zögern. Ich halte definitiv wieder zu viel Schmerz aus. Ich sagte ihm, dass ich jetzt noch eine halbe Stunde abwarte um zu schauen, ob es regelmäßig bleibt und danach rufe ich im Krankenhaus an.

Die Wehen bleiben regelmäßig. Ich rufe nun im Krankenhaus an. Mir wird nur gesagt, dass ich warm baden soll. Bleiben die Wehen und kommen 30 minutenlang im 5 Minuten Abstand, soll ich noch einmal anrufen. Ich bin etwas verärgert. Ich weise daraufhin, dass ich einen Kaiserschnitt möchte. Ich werde trotzdem abgewiesen mit dem Hinweis, dass ich abwarten soll.

Ich werde nun sichtlich nervös. Mittlerweile ist es 3.09 Uhr, die Wehen sind so heftig, dass ich mich kaum noch halten kann. Ich muss danach jedes Mal auf Toilette und dann kommt jedes Mal direkt die nächste Wehe. Eine Naturgewalt. Ich kann mich kaum auf der Toilette halten und schleppe mich jedes Mal zurück ins Schlafzimmer.

 

Wir informieren die Großeltern

Matze drängt, dass er seine Eltern anrufen will. Ich sage nur noch „RUF AN!“.

Mathias erreicht sie endlich. Er bittet sie loszufahren. „Die Wehen kommen alle 5 Minuten. Fahrt los!“

3. 14 Uhr. Wehe. 3.18 Uhr. Wehe. 3.22 Uhr. WEHE. Das ist so heftig. Mich haut es total um. Kann gar nicht klar denken. Die Wehenpausen sind Erholung pur. Komplett schmerzfrei als wäre gar nichts. Irre. Beeindruckend.

3. 28 Uhr. Wehe. 3.38 Uhr. Wehe. 3.43 Uhr. Wehe. Ich halte es nicht mehr aus. Ich will ins Krankenhaus. Mathias Eltern sind noch nicht da. Er ruft sie an um zu fragen, wie lange sie noch brauchen. Eigentlich müssten sie in Kürze da sein.

 

Missverständnis: Schaffen es die Großeltern noch rechtzeitig zu uns?

OH SCHRECK! Sie sind noch gar nicht los gefahren. Es gab ein Missverständnis. Ich verliere fast die Nerven, weil mir bewusst wird, dass ich mindestens noch eine Stunde aushalten muss. 30 Minuten bis sie bei uns sind und weitere 30 Minuten bis wir im Krankenhaus eintrudeln.

WIE SOLL ICH DAS SCHAFFEN?

3.50 Uhr. Wehe. 4.04 Uhr. Wehe. 4.22 Uhr. Wehe. Richtig heftig. Doch ich merke, dass die Abstände wieder etwas größer sind. Ich registriere ganz deutlich, dass der Stress negativ auf den Geburtsprozess wirkt. Ich erinnere mich, dass so etwas in dem Buch „Elternkompass“ von Nicola Schmidt beschrieben steht. Stress sollte von einer Gebärenden fern gehalten werden, da dieser den Geburtsprozess stört und sogar stoppen kann. Ich merke, wie sensibel gerade mein Körper ist und bin beeindruckt von diesem Gefühl, Prozess, Ereignis. Auch wenn ich Angst habe, die sich wieder mit Vorfreude mischt.

Ich bin völlig durch den Wind. Mathias wird richtig nervös. Er ruft seine Eltern noch einmal und und sagt, dass sie sich richtig beeilen müssen. Sein Vater fährt mit 180 Sachen über die Autobahn.

4.26 Uhr. Wehe. OH MEIN GOTT, mich haut es so weg. Ich kann nicht mehr klar Denken. Nichts hilft um den Schmerz zu ertragen. Ich denke an Hypnobirthing. Wellen, keine Wehen. Es sind Wellen, die mich näher zu meinem Kind bringen. Das hilft kaum um ehrlich zu sein. Wehen sind so ein intensives Gefühl, so mächtig, so gewaltig, so stark, so intensiv. Mir kommt es wie schönreden vor. Doch zumindest verbinde ich tatsächlich damit, dass unser Baby uns immer näher kommt.

Hinweis: Während ich diese Zeilen schreibe, werde ich sehr emotional und mir laufen die Tränen. Eine Geburt ist so etwas besonderes. So ein Wunder.

4.30 Uhr. Wehe. Ich kämpfe. Ich halte aus.

ES KLOPFT AN DER TÜR!!! Sie sind da!! Sie sind da!!! Ich beginne zu weinen, weil ich weiß, dass ich mich jetzt von meinem kleinen Sohn verabschieden muss. Ich weiß nicht, wie er mein Weggehen nun auffassen wird. Es ist mitten in der Nacht. Er wird so müde sein. Ich muss mich aber verabschieden, da ich ihn 3 Tage nicht sehen werde. Wir waren noch nie getrennt. Ich weine.

 

Ich muss unseren Sohn wecken. Wie verkraftet er, dass ich nun einige Tage weg sein werde?

„Bendix, aufwachen, mein Schatz. Liv kommt!“, sage ich behutsam.

Unser Kleiner wird wach. Er ist sehr müde und will erst stänkern, doch nachdem ich noch einmal wiederhole, dass es jetzt los geht und seine Schwester nun auf die Welt kommen will, wird er ganz ruhig. Er kommt zu mir, umarmt mich und sagt, dass ich nicht weinen soll und das alles gut wird. Natürlich weine ich jetzt erst recht. Mein 3 jähriger Sohn beruhigt mich tatsächlich. Dabei wollte ich ihn doch beruhigen. Er ist so emphatisch, fürsorglich und voller Mitgefühl. Ich liebe ihn so sehr.

Meine Schwiegermutter kommt ins Schlafzimmer. Er freut sich, dass sie da ist und erzählt ihr von seinem neuen Spielzeug. Oh so eine Erleichterung, dass er so gut reagiert.

4. 34 Uhr. Nächste Wehe. Meine Schwiegermutter versucht mich zu beruhigen. Mathias kommt. Er hat alles soweit vorbereitet. Die Kliniktasche ist im Auto. Wir können starten.

4.38 Uhr. Ich notiere nun die letzte Wehe in meiner Notiz App.

Ich komme kaum noch die Treppe herunter. Wir sind fast an der Haustür. Die nächste Wehe. Mathias hält mich. Ich bin so froh, ihn an meiner Seite zu haben. Ich kann jetzt besser loslassen, weil ich weiß, dass wir es tatsächlich geschafft haben, dass unser Kleiner rechtzeitig betreut werden kann. Das gibt mir so viel Ruhe und Sicherheit! Ich bin so erleichtert.

 

Der Weg ins Krankenhaus

4.40 Uhr. Wir sitzen nun im Auto. Los geht es. Wir sind erstaunlich ruhig. Und ich denke tatsächlich noch daran, dass es vielleicht noch falscher Alarm ist und habe Angst, dass sie mich im Krankenhaus weiterhin nicht ernst nehmen. Typische Gedanken, wenn man nervös ist.

Im Auto überkommen mich weitere Wehen. Ich kann sie diesmal besser ertragen, weil ich weiß, dass unser Sohn nun sicher betreut wird und das Matze ab nun bei mir sein wird. Ich muss jetzt keine Panik mehr haben und das Ereignis alleine durchstehen. Ich bin dankbar.

 

Wir sind am Krankenhaus angekommen: Matze und ich müssen uns nun trennen.

Um kurz nach 5 Uhr kommen wir im Krankenhaus an. Ich muss tatsächlich allein zum Kreißsaal. Alleine mit Wehen. Wir reden hier nicht von einem 2 Minuten Weg.

Mathias muss am Eingang stehen bleiben und warten bis ich mich melde. Ich laufe los. Ich habe keinen Orientierungssinn, was mir in diesem Moment zu schaffen macht. Die Klinik ist riesig. Wie eine Kleinstadt. Hoffentlich finde ich in dieser Situation den Kreißsaal. Ich laufe, ich lese die Schilder, halte meinen Bauch und hoffe, dass ich vor der nächsten Wehe ankomme. Wie soll ich die Wehe im Stehen ertragen? DA! „Kreißsaal“. Das Schild! Ich bin fast da! Die Treppe nur noch runter.

 

Kreißsaal: Ich habe es geschafft. Was passiert nun?

Ich klingle und bin so froh, dass ich es hier hergeschafft habe. Die Gänge bis hierhin waren verlassen. Kein Mensch in der Nähe. Ich will mir nicht weiter ausmalen, was passiert wäre, wenn ich zusammen geklappt wäre und kein Mensch wäre in meiner Nähe gewesen. Egal. Gedanken wegschieben.

Ich werde von einer Hebamme empfangen, die mich direkt ans CTG anschließt. Uuuuh, siehe da. Ordentliche Wehen.

Sie untersucht meinen Muttermund. Über 4 cm geöffnet. Die Geburt ist also im Gang. Kein falscher Alarm. Unser Baby wird also kommen. Ich kann es kaum glauben. Endlich ist es soweit UND sie macht sich tatsächlich wesentlich früher auf den Weg als geplant. Meine Frauenärztin hatte also tatsächlich recht. Ich erinnere mich, wie sie zu mir sagte „Die kleine Wuchtbrumme kommt sehr wahrscheinlich in der 38. SSW.“

Sie hatte so recht. Ich befinde mich gerade in der 38. SSW.

Die Hebamme informiert eine Ärztin, die darauf zu mir kommt und mich über die nächsten Schritte aufklärt.

 

Die Entscheidung ist gefallen: Unsere Kleine soll nun das Licht der Welt erblicken

Ich bin so euphorisch und nervös. Unser Mädchen, unser zweites Kind, unser zweites Wunder wird in wenigen Stunden bei uns sein.

Die Ärztin fragt mich, ob ich nicht eventuell doch eine natürliche Geburt vorziehen möchte. Ich überlege 2 Sekunden. Und sage mir aber, Jessy, hör auf deine Intuition. Die hat dir immer gesagt, lieber einen Kaiserschnitt.“ Die Neugierde auf eine natürliche Geburt ist zwar da, doch meine Intuition ist stärker. Ich vertraue ihr und lehne somit die natürliche Geburt ab. Wie sich später herausstellt, habe ich mich goldrichtig entschieden.

An dieser Stelle der Hinweis: NEHMT EUCH ERNST. IHR KÖNNT EUCH VERTRAUEN. Schenkt eurer inneren Stimme Glauben.

Die Ärztin akzeptiert meinen Wunsch und drängt mich nicht. Zum Glück.

 

Die Vorbereitungen für die Geburt bzw. 2. Kaiserschnitt erfolgen

Sie würde nun alles vorbereiten und ich muss nun den Corona Test machen.

Heidewitzka. So etwas ultra unangenehmes. Ich vergesse sogar die Wehen. Das Stäbchen für den Test befindet sich gefühlt fast an meinem Gehirn. Alter Falter. Mich schüttelt es. Endlich vorbei. Gefühlt hat der Test Minuten gedauert. So unangenehm. Doch was muss, das muss.

Ich werde in den Vorbereitungsraum gebracht und weiter ans CTG angeschlossen. Es werden ohne Ende Wehen aufgezeichnet. Ich liege dort und stehe eine Wehe nach der nächsten aus. Ich will das Mathias endlich bei mir ist. Ich kann ihn endlich informieren, doch auch er muss zunächst einen Test machen und auf das Ergebnis warten.

Warum es so wichtig war, dass ich mich bei der Entscheidung für den zweiten Kaiserschnitt nicht verunsichern lassen habe.

 

Der Katheter wird gelegt

In der Zwischenzeit wird mir der Katheter gelegt. Alter Falter, bei der ersten Geburt wurde das nach der Betäubung gemacht. Und diesmal vorher. Ja, ohne Betäubung. Ich bin kurz davor durchzudrehen. Doch auch hier, es muss was muss. Ich beiße die Zähne zusammen und hoffe, dass es schnell geht.

Ah siehe da, kurz unangenehm, aber aushaltbar. Er liegt. Der Katheter liegt und ich habe eine weitere unangenehme Sache durchgestanden. Eine von vielen weiteren, die folgen werden. Und ja, ich musste während der gesamten OP eine Maske tragen.

 

Endlich darf Mathias zu mir kommen: Jetzt sind wir wieder zusammen und gleich geht es los

Mathias ist da! Er ist endlich da! Wir nehmen uns an die Hände und er unterstützt mich bei den weiteren Wehen. Mittlerweile ist es kurz nach 6 Uhr. Ich habe somit seit 8 Stunden Wehen. Krass. Doch irgendwie bin ich froh, dieses Gefühl der Wehen…die Macht der Wehen zu spüren. Beeindruckend.

Warum es so wichtig war, dass ich mich bei der Entscheidung für den zweiten Kaiserschnitt nicht verunsichern lassen habe.

Unser letztes Bild als Paar bevor wir zum zweiten Mal Eltern worden.

Die Vorbereitungen laufen. Wir kommen nun in den Op Saal. Gleich soll ich die Anästhesie durch den Rücken erhalten. Bei der ersten Geburt dauerte das keine 2 Minuten. Doch jetzt können sie den richtigen Zugang nicht finden. Ich sitze also gute 20 Minuten in gebückter Haltung auf dem Op Tisch und hoffe, dass sie gleich die richtige Stelle finden. Auch hier, die Wehen setzen aus. Stress wirkt so sensibel auf die Wehen bzw. auf den Geburtsprozess.

ENDLICH! Der Zugang liegt, meine Beine fühlen sich langsam taub an. Ich darf mich endlich hinlegen. Ich werde weiter vorbereitet. Die Beine sind jedoch noch nicht taub. Sie machen ständig Tests um zu sehen, wie weit die Betäubung voranschreitet. Auch dieser Vorgang dauert wesentlich länger als bei dem ersten Kaiserschnitt. Ich lasse alles über mich ergehen. Versuche abzuschalten um meine Nervosität in Schach zu halten. Dazu kommt gleichzeitig die riesengroße Euphorie. Eine Achterbahn der Gefühle.

Die Betäubung wirkt, der Vorhang wird vor mir aufgebaut, so dass ich nicht sehe, was geschieht. Es geht also gleich los. Nein, es geht bereits los. Die Krankenschwester sagt nämlich „Die Ärzte haben bereits begonnen.“ Ich freue mich so so so sehr und kann meine Vorfreude kaum noch in Schacht halten. Ich will endlich mein kleines Mädchen sehen, sie in meinem Arm halten, sie stillen, sie begrüßen und ganz nah bei mir haben.

 

Irgendwas stimmt nicht. Komplikationen?

Matze darf an meinen Kopf kommen. Er ist auch ganz aufgeregt, doch sehr auf mich fokussiert um mich zu beruhigen. Es dauert. Es dauert lange. Es dauert wesentlich länger als beim ersten Kaiserschnitt. Ich merke, dass irgendwas diesmal nicht so läuft. Ich höre eine Art Schere, wie sie schneiden. Viel schneiden. „Was schneiden sie denn da nur so viel?!“, frag ich mich. Das ist alles so anders als beim ersten Kaiserschnitt. Ich denke mir bereits, dass was nicht glatt läuft. Ich spreche jedoch nichts an, weil ich die Ärzte konzentriert arbeiten lassen will und mir jede Informationen eventuell Angst machen könnte.

Ich bitte Mathias mich weiter intensiv abzulenken, weil ich merke, dass was nicht stimmt. Wir unterhalten uns ganz viel über unseren Sohn, wie toll er reagiert hatte als ich ihn wach gemacht habe, wie schön er an dem Tag gespielt hatte, was wir für den Sommer im Garten für ihn bzw. unsere Kinder planen. Das lenkt mich gut ab.

 

DER ERSTE SCHREI!

Nach ca. 1 guten Stunde endlich ein Schrei, ein leiser Schrei. Sie ist da, sie ist da, sie ist da!!! Unser Mädchen ist da! Ich fange sofort an zu weinen. Ich weine und weine, vor lauter Dankbarkeit!

Die kleine Maus ist in ein Handtuch gewickelt und wird mir an den Kopf gelegt. Ich kann sie nur kurz sehen, weil meine Augen voller Tränen sind und ich verschwommen sehe. Ich merke, wie die Kleine meinen Finger umklammert. Ich bin so voller Dankbarkeit, Freude und Liebe. Ich werde förmlich durchströmt von diesen wunderschönen Gefühlen.

Nun wird sie untersucht und mitgenommen. Die Ärzte beginnen damit mich zu vernähen. Mathias bleibt noch kurz bei mir bis er unsere kleine Liv begrüßen kann. Er wird das Bonding übernehmen in der Zeit. Er freut sich riesig und kann es kaum erwarten sie bei sich zu halten.

Als Mathias den Raum verlässt, sind die Hebammen für mich da, sowie die Anästhesistin. Sie unterhalten mich in einer Tour um mich abzulenken. Sie machen das großartig. Ich merke, wie ich schwächer werde. Die Anspannung, die Müdigkeit, die starke Erkältung. Das alles macht mir nun zu schaffen. Sie halten mich jedoch super auf Trab. Allerdings haben sie nun fast Feierabend und ein Mann übernimmt. Ich merke, wie ich kaum noch die Augen aufhalten kann und versuche zu entspannen.

 

Mein Gefühl verstärkt sich: Irgendwas stimmt definitiv nicht.

Sie brauchen so lange um mich zu schließen. Ich merke wieder, dass was nicht stimmt. Doch auch hier frage ich nicht nach um alle konzentriert arbeiten zu lassen und mich nicht zu beunruhigen. Ich gebe die Verantwortung ab und vertraue den Ärzten.

Nach fast 1,5 stunden ist es geschafft. Die Ärzte sind nun endlich fertig! Der Chefarzt kommt zu mir und erklärt mir was passiert ist. Als sie mich öffneten, stellten sie fest, dass meine Gebärmutter und Harnblase mit dem Gewebe direkt am Bauch verwachsen war. Das kann nach einem Kaiserschnitt passieren. Sie mussten somit erst einmal die Organe von meiner Gewebsschicht trennen und dahin drücken, wo sie hingehörten und gleichzeitig versuchen Liv an meinen Organen vorbeizuschlängeln. Die Trennung der Organe von der Gewebsschicht war alles andere als leicht, da ich nämlich kaum Fettgewebe am Bauch habe, sowie ein starke Bauchmuskulatur, hatten sie kaum Möglichkeiten ohne weitere Schnitte den Prozess zu vollziehen. Sie schnitten „leider“ mehrmals durch das Gewebe und somit habe ich nun eine senkrechte Narbe vom Bauchnabel zum Scharmbereich. Überhaupt nicht tragisch! Der Arzt entschuldigte sich mehrmals, doch ich gebe ihm gar keine Schuld, ich bin einfach nur froh, dass es mir und der kleinen Maus gut geht! Das ist das Einzige was zählt. Narben stören mich überhaupt nicht. Sie erzählen Geschichten und machen uns einzigartig. Bei einer natürlichen Geburt hätte das also ziemlich zum Problem werden können, da alles durch die Vernarbung bzw. Verwachsung fest war. Für eine natürliche Geburt ist es wesentlich besser, wenn das Gewebe natürlich weicher und fĺexibler ist anstatt starr wegen den Vernarbungen.

 

Endlich ist die OP vorbei: Endlich kann ich unsere Tochter in meine Arme schließen

Endlich ist die Op vorbei. Ich bin so ausgelaugt. Sie führen mich in den Vorbereitungsraum, in dem ich vorher gewesen bin. Dort treffe ich auf Matze und unser zweites Wunder. Mathias sitzt im Stuhl und auf seinem freien Oberkörper liegt unser Mädchen. Ich bin so bewegt, mir kommen wieder die Tränen.

Ich kann es gar nicht erwarten unsere Liv nun richtig betrachten zu können. Die Kleine wird mir nun, nur mit einer Windel, auf die Brust gelegt. Ich bin so hin und weg. Doch muss ich auch lachen. Sie ist so speckig. Unser kleine große Wuchtbrumme. Unser zweites Wunder hat beeindruckende Maße für die 38. SSW.

Körperlänge: 53 cm

Körpergewicht: 3895 Gramm

Kopfumfang: 35,5 cm

Meine Frauenärztin hatte also von Anfang an recht. Sie ist eine Wuchtbrumme. Die Krankenschwestern bzw. Hebammen erwähnen immer wieder, dass das vermutlich bei einer natürlichen Geburt alles nicht gepasst hätte. Meine Frauenärztin meinte bei der letzten Untersuchung auch sofort, dass meine Beckengröße wohl nicht mit dem Gewicht des Kindes harmonisiert.

Nachdem ich die Maße der kleinen großen Wuchtbrumme gehört und sie gesehen habe, bin ich so froh, dass ich auf meine Intuition gehört hatte. Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass eine natürliche Geburt zur Tortur geworden wäre.

Die Hebamme, die uns betreut, gibt uns ganz viel Zeit für uns und kommt nur in den Raum, wenn es wirklich nötig ist. Mathias und ich machen erste Fotos und informieren unsere Familien. Alle warteten schon ganz gespannt und wollten Fotos.

Ich bin so fertig. Mir fallen ständig die Augen zu. Ich kann sie teilweise kaum noch öffnen. Absoluter Tiefpunkt. Das war alles eine Nummer zu viel. So viel Aufregung, plus enorme Euphorie. Ich muss mich emotional erst mal ordnen. Ich bin jedoch so glücklich, so erleichtert, so dankbar, so voller Liebe.

Nach 2-3 Stunden werde ich auf mein Zimmer für die nächsten Tage gebracht. Da sind wir nun. Zum zweiten Mal sind wir nun Eltern geworden. Unendlich glücklich und dankbar.

Wir begrüßen voller Liebe unser zweites Wunder Liv <3

Warum es so wichtig war, dass ich mich bei der Entscheidung für den zweiten Kaiserschnitt nicht verunsichern lassen habe.

Zu Ostern haben wir ein ganz besonderes Geschenk erhalten. Früher als geplant hat sich in der Nacht auf Ostersonntag unser kleines Mädchen spontan auf den Weg gemacht.
Unsere „kleine“ Liv wollte das Licht der Welt erblicken. Wir sind nun stolze Eltern eines kleinen Mädchens, die es bis zum Schluss spannend gemacht hat.  Wir sind ganz verliebt und so glückliche Eltern von zwei wunderbaren Kindern.  Unser neues Familienmitglied wird nun mit Liebe überschüttet. Unsere kleine große Wuchtbrumme kam mit 53 cm auf die Welt und stolzen 3895 Gramm und einem Kopfumfang von 35,5 cm.
Ich bin so glücklich mit der Liebe meines Lebens noch einmal so reich beschenkt worden zu sein. Es ist nichts selbstverständliches dieses Glück zu erleben, wir sind so dankbar für unsere zwei Wunder.

 

Fazit:

Nun wisst ihr, wie die Geburt unserer „kleinen“ Liv ablief. Wie ihr über die Instagram Stories und im Artikel erfahren habt, hatte ich große Angst vor einer natürlichen Geburt. Auch wenn ich Angst hatte, war es bemerkenswert Wehen in der Form zu erleben. Eine Naturgewalt, positiv wie negativ. Ich bin froh, sie erlebt zu haben um mir ein Bild davon zu machen. Jedoch bin ich genauso froh, dass ich mich nicht von meinen Weg habe abbringen lassen und mich auch am Ende für den Kaiserschnitt entschieden habe. Ich konnte schon immer meiner Intuition vertrauen und folgen. Sie hat mich auch in diesem Fall vermutlich vor einer Tortur und negativem Erlebnis bewahrt. Wie auch immer, wichtig ist nur, dass es unserem kleinen großen Wunder und mir gut geht. Alles andere zählt nicht mehr. Wie genießen nun ganz intensiv die Wochenbettzeit und unser neues Familienglück.

Ihr werdet noch einen ausführlichen Schwangerschaftsartikel bekommen sowie einen Artikel über die ersten Tage im Krankenhaus und einen Einblick in unser Wochenbett.

Hier erfährst du alles zu meiner ersten veganen Schwangerschaft: Vegane Schwangerschaft

Sämtliche Informationen für die vegane Beikost: Vegane Beikost

 

Wochenbett Kaiserschnitt: So war es bei mir + ehrliche Tipps

Wochenbett Kaiserschnitt: So war es bei mir + ehrliche Tipps

Schonungslos ehrlich – Schmerzen, mein Bauch und viele neue Situationen

Nun folgt die Fortsetzung meiner Erfahrungen nach der Geburt. Nachdem ich euch ausführlich davon berichtet habe, wie die Geburt mittels eines geplanten Kaiserschnittes war und was in den ersten Tagen im Krankenhaus passierte, folgt nun mein Erfahrungsbericht zum Wochenbett. Ich berichte euch, wie es mit den Schmerzen des Kaiserschnitts war, gebe euch Tipps, was euch die Zeit des Wochenbettes erleichtert und berichte euch schonungslos von problematischen Situationen und Momenten.

 

Sinn des Wochenbetts

Das Wochenbett beginnt nach der Geburt des Kindes und dauert ca. 8 Wochen. In dieser Zeit liegt der Fokus auf der körperlichen Rückbildung und der Erholung der Mutter sowie dem Kennenlernen und dem Zurechtfinden mit der neuen Familienkonstellation. Es beginnt eine unvergessliche, spannende und aufregende Zeit. Viele Emotionen werden euch begleiten und ihr werdet das  Wunderwerk Mensch erleben.

Ich berichte, wie es mit den Schmerzen des Kaiserschnitts war, was die Zeit des Wochenbettes erleichtert und berichte schonungslos von Problemen + Tipps

 

In meinem Fall – Geplanter Kaiserschnitt

Wie ihr aus den Artikeln „Die Zeit im Krankenhaus nach dem Kaiserschnitt + unentbehrliche TIPPS“ und Geburtsbericht: Geplanter Kaiserschnitt – Kritik, Panik und pures Glück“ wisst, hatte ich einen geplanten Kaiserschnitt. Das Wochenbett läuft demnach etwas anders ab als bei meiner Spontangeburt, jedoch muss ich auch hier wieder erwähnen, dass jede Geburt anders ist. Somit kann auch die „Heilung“ und „Erholung“ bei einer Spontangeburt länger dauern und auch anfängliche Schmerzen mit sich ziehen. Ich berichte euch ausschließlich von meinen Erfahrungen.

 

Die Schmerzen des Kaiserschnitts

Ein Kaiserschnitt ist ein großer Eingriff. Eine Bauchop, die nicht von heute auf morgen verheilt. Dessen muss man sich im Klaren sein. So lange ich darauf achtete mich zu schonen und nicht zu viel und hektisch zu bewegen waren die Schmerzen absolut erträglich. Doch mein Körper gab mir SOFORT zu verstehen, sobald ich auch nur etwas zu viel tat. Zu viel bedeutet in dem Sinne, wenn ich zu lange stand, ging oder mich zu schnell bzw. unvorsichtig bewegte. Ansonsten waren die Schmerzen erträglich, da ich auch Schmerztabletten verschrieben bekam. Jedoch reduzierte ich sie recht zügig bis die Einnahme nicht mehr nötig war. Ungefähr eine Woche nach dem Kaiserschnitt nahm ich keine Tabletten mehr.


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Doch es gab genau zwei Situationen, die so schmerzhaft waren, dass sie mich an meine Grenzen brachten. Leider warnte mich niemand vor den Begebenheiten.

  1. Wenn du einen Kaiserschnitt hattest, versuch jeden Niesanfall zu unterdrücken (oder halte den Kopf seitlich. )

Tja, hätte mir das mal jemand vorher gesagt. Denn blöderweise konnte ich einmal das plötzliche Niesen nicht zurückhalten und ließ diesem freien Lauf. Sekunden später wurde ich massiv dafür bestraft. Kaum hatte ich genießt, durchfuhr mich ein unfassbarer Schmerz. So stark, dass ich von der einen zur anderen Sekunde zusammensackte. Zum Glück stand mein Mann hinter mir und fing mich gerade noch so auf. Da lag ich nun auf dem Boden. Schmerzerfüllt. Ich versuchte kontrolliert zu atmen, damit der Schmerz nachließ. Nach ca. 10 Minuten konnte ich erst wieder aufstehen, doch auch nur mit Hilfe meines Mannes. Ab da an, hatte ich Angst auch nur ansatzweise zu niesen. Der Bauchraum zuckt bei einem Niesanfall sekundenschnell zusammen und bei einer frischen Kaiserschnittnarbe ist das unfassbar schmerzhaft. Es tat so weh, dass ich dachte, dass die Narbe beim Niesen aufgerissen wäre.

 

  1. Lache niemals in der ersten Zeit, wenn du einen Kaiserschnitt hinter dir hast.

Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass mich jemand davor gewarnt hätte. Denn als wir abends gemeinsam auf der Couch lagen und einen Film sahen, mussten wir beide über eine lustige Filmszene lachen. Oh Himmel, das Lachen artete so aus, dass wir nicht mehr aufhören konnten. Leider verursachte das sehr starke Schmerzen in meinem Unterleib, da auch durch das Lachen der Unterleib zusammenzuckt. Da lag ich nun, lachend und merkte, wie der Schmerz immer unerträglicher wurde. Nur blöderweise konnte ich nicht sofort aufhören zu lachen. Wir hatten einen richtigen Lachanfall, mit allem was dazu gehört. Ich lachte und lachte und fing nach kurzer Zeit an zu weinen, weil der Schmerz so stark wurde. Das Lachen wurde ein Mischmasch aus lautem Weinen, Schreien vor Schmerz und krampfhaft versuchen aufzuhören zu lachen. Mein Mann ging sogar aus dem Raum um mich nicht weiter mit dem Lachen anzustecken. Es dauerte zig Minuten bis ich mich wieder gefangen hatte. Ich konnte mich kaum noch halten vor Schmerz und anstatt zu lachen, liefen mir nur noch die Tränen. Das ist ein einziges Mal passiert. Danach vermieden wir jede Situation bei der wir hätten lachen können. Lachen ist was wunderschönes, doch in der Phase des Heilungsprozesses sollte man versuchen, eher nicht ganz so energisch zu lachen. Später ist dafür noch genug Zeit und dann auch ohne Schmerzen verbunden 🙂

Für mich war es nicht ganz so leicht mich mindestens zwei Wochen zu schonen und meistens auf der Couch oder im Bett zu liegen. Ich bin gerne aktiv und musste mich sehr beherrschen nicht zu viel zu tun. Mein Mann hat jedoch immer ganz penibel darauf geachtet, dass ich mir viel Ruhe gönne und meinem inneren Drang etwas zu tun widerstehe.

 

Wann es besser wurde …

Nach ca. 3 Wochen wurden die Schmerzen schlagartig besser. Als gute 2 Wochen herum waren, war ich schon wieder recht fit, merkte nur ab und an noch ein Ziepen. Nach 3 vergangenen Wochen war ich völlig schmerzfrei und konnte fast alles wieder machen. Jedoch achtete ich penibel darauf, dass ich nicht mehr als das Gewicht meines Kindes trug. Lachen und Niesen löste noch leichte Panik bei mir aus, doch mit der Zeit wurde das auch immer besser und mein Bauch reagierte nicht mehr ganz so sensibel auf plötzliches Zusammenzucken. Einige Wochen war ich noch recht taub an der Kaiserschnittnarbe, doch das vergeht ebenfalls. Der Körper braucht einfach Zeit um zu heilen und diese muss man ihm zusprechen und Geduld haben.

 

Kaiserschnittnarbe

Bei diesem Punkt hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht bzw. Beistand. Niemand klärte mich darüber auf, wie die Kaiserschnittnarbe verheilt und wie sie sich im Laufe der Zeit verändert. Auch keine Informationen dazu, wie ich sie pflegen soll und wie ich die Heilung, auch optisch, unterstützen kann. Schade. Doch immerhin kann ich euch nun einige wertvolle Tipps geben und euch beruhigen. Erst meine Hebamme im Rückbildungskurs, den man frühestens 8 Wochen nach der Geburt (bei einem KS) beginnt, hat mir wertvolle Tipps gegeben.

Zunächst war die Haut um die Narbe ganz flach und die Narbe war eine kleine feine Linie, ca. 18 cm lang. Ich war beim ersten Anblick völlig begeistert. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sie so unauffällig aussieht. Jedoch muss ich erwähnen, dass mir das nicht so wichtig war. Ich bin zwar sehr eitel, aber das optische Aussehen von Narben hat für mich nicht so viel Bedeutung. Mein Körper trägt so einige Narben und zu jeder kann ich eine Geschichte erzählen, mal lustig, mal traurig. Sie gehören zu mir und bilden einige Erlebnisse ab.

Im Laufe der nächsten Wochen veränderte sie sich, die Narbe zog sich nach innen und dadurch entstand oberhalb des Schnittes eine Art Wulst. Wirklich sehr unschön. Von vorne sah es aus, als hätte ich einen Hängebauch. Nachdem ich meine Hebamme meines Rückbildungskurses drüber schauen ließ, beruhigte sie mich und klärte mich auf, dass das normal sei und ich meinen Körper beim Heilen nun weiter unterstützen muss. Sie zeigte mir Massagetechniken und empfahl mir ein Narbengel. Somit creme ich nun täglich die Narbe ein und massiere sie. Ich nutze dafür den Zeige- und Mittelfinger. Ich lege die beiden Finger so an, dass sich die Narbe dazwischen befindet und massiere sie in kreisenden Bewegungen oberhalb und unterhalb der Narbe. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die verschiedenen Hautschichten werden wieder weich und wachsen besser zusammen. Dadurch wurde die Wulst aufgelöst und wird nun wieder flach. Seit dabei aber vorsichtig. Ein paar Minuten morgens nach dem Duschen reichen. Gerne könnt ihr es auch noch abends machen. Nach kurzer Zeit zeigen sich schon deutliche Verbesserungen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass ihr bequeme Kleidung anziehen solltet. Achtet darauf, dass die Hosen obenrum weit geschnitten sind bzw. locker sitzen, damit der Bund nicht keinen Druck auf eure Narbe auslöst. Ich habe am liebsten weiterhin Umstandshosen und Kleider getragen. Alles andere fand ich viel zu unbequem, teilweise auch schmerzhaft, wenn der Bund zu fest auf die Narbe drückte. Das Gleiche gilt für Slips. Eine Nummer größer kaufen, damit sie locker sitzen und am besten hoch geschnitten. 

 

Mein Bauch

Der weibliche Körper verbringt in 9 bzw. 10 Monaten Schwangerschaft ein Wunderwerk. Der Körper einer Frau leistet in dieser Zeit unglaubliches. An den Veränderungen ihres Körpers in dieser Zeit kann man das Wunder Leben miterleben.

Der Bauch ist die Region des Körpers, an dem man am meisten die optische Veränderung wahrnimmt. Die Haut um den Bauch wird enorm gedehnt. Ich hatte am Ende der Schwangerschaft einen Bauchumfang von 105 cm. Fast 30 cm mehr als im nicht schwangeren Zustand. Nach der Geburt machte mir mein Bauch große Sorgen. Da ich immer schlank war und einen flachen Bauch hatte, konnte ich mich kaum mit dem erschlafften schwabbeligen Bauch nach der Schwangerschaft anfreunden. Trotz des Wissens, dass mein Körper wunderbares geleistet hat. Das Schlimmste war die Ungewissheit, ob mein Bauch jemals wieder „normal“ aussehen würde.

Mein Bauch durchlief nach der Geburt einige unterschiedliche Phasen. Zunächst war er ganz schwabbelig und immer noch groß. Noch zwei Monate nach der Geburt wurde ich MEHRMALS gefragt, wann denn der Entbindungstermin sei. Glaubt mir, so Sprüche sitzen, sie verletzen. Nachdem ich das erste Mal nach dem baldigen Termin gefragt wurde, weinte ich stundenlang. Ich sah also immer noch aus wie schwanger. Ich wollte einfach absolut nicht mehr so aussehen und wieder ich selbst sein. Die weiteren Male ertrug ich diese Fragen besser und ließ es nicht mehr so sehr an mich heran.

Kurz nach der Geburt wurde mein Bauch immer dunkler. Im Laufe der letzten Wochen war mein Bauch fleckig und mit dunklen Stellen übersät. Nach und nach wurden diese weniger. Ich peelte ihn auch einmal ganz sanft. Danach sah er schon um Welten besser aus. Er wurde auch innerhalb der letzten 4 Wochen immer kleiner und langsam nimmt er wieder Form an. Da ich noch überschüssige Kilos drauf habe und die momentan schlecht herunterbekomme, da ich stille und in der Zeit keine Diät erlaubt ist, sieht man ihm die extra Kilos an. Zudem sind die  Bauchmuskeln völlig erschlafft und der Bauch wirkt noch immer schwabbelig und größer als er wohl mit straffen Bauchmuskeln wäre. In den letzten 3 Monaten hat er sich sehr verändert und nun bin ich ganz positiv gestimmt, dass er bald wieder gut aussieht 🙂 Die Rückbildung dauert. In der Zeit müssen wir uns in Geduld und Selbstliebe üben.

Akzeptiert das und werdet in der Zeit der stärkste Verbündete eurer selbst. Diese Zeit ist nicht für jede Frau leicht. Körperliche Veränderungen, Spuren von der Schwangerschaft und der Geburt, hormonelle Umstellungen, neue Verantwortungen, veränderte Familienkonstellation. Das ist viel auf einmal. Wir Frauen brauchen in der Zeit viel Verständnis für uns selbst und vor allem Geduld.

Euer Körper wird auch in der Zeit nach der Schwangerschaft Hochleistungsarbeit erbringen. Gibt ihm Zeit sich zu erholen und unterstützt ihn. Eins kann ich euch sagen, ich weiß wovon ich rede, denn mir viel diese Zeit sehr sehr schwer und ich habe so einige Male geweint, weil ich anfangs meinen Körper nicht akzeptieren konnte. Doch es wird wieder werden! 🙂

 

Nur wenige Frauen über ihren Körper NACH der Schwangerschaft

Leider! Ich glaube durch diese Verschwiegenheit wird das Bild des weiblichen Körpers nach der Schwangerschaft sehr verzerrt. Kombiniert mit den sozialen Medien, wie Instagram, wo sich Mütter schon kurz nach der Geburt in Topform präsentieren und anderen den Eindruck vermitteln, dass man nach gefühlten 3 Tagen schon wieder tip top aussehen müsste. Unterstrichen wird dies mit der Erwartungshaltung und der Unwissenheit vieler, wie ein weiblicher Körper nach der Geburt tatsächlich aussieht. Fakten, dass ein Bauch MONATE braucht um sich zurückzubilden und dass das auch völlig in Ordnung ist, werden völlig untergraben. Ich kann nur wieder eindringlich betonen, dass ihr euch in der Zeit nach der Schwangerschaft in Geduld üben müsst und auch ganz besonders in Selbstliebe. Es scheint fast so, dass unsere Gesellschaft  die Körper von Frauen, die Spuren von Schwangerschaften aufzeigen, verachtet.

 

Mütter sind die größten Lügner, doch in einer Sache haben sie mehr als Recht

Diese Aussage sagte mir eine Mutter während meiner Schwangerschaft. Und wisst ihr was? Sie hatte Recht. Ich glaube, dass es kaum etwas gibt, wo so viel gelogen wird wie bei den Themen Schwangerschaft, Geburt und Muttersein. Mit das „Schlimmste“ war für mich, dass viele andere Mütter immer so taten, als wäre alles perfekt.

  • Perfekte Schwangerschaft (keinerlei Beschwerden)
  • Perfekte Geburt (problemloser Ablauf, zack und das Kind war einfach so da)
  • Perfekte Zeit nach der Geburt (keine Beschwerden durch die Geburt, keine Stillprobleme, keine Probleme den neuen Körper anzunehmen etc.)

Nachdem ich einigen befreundeten Müttern erzählte, dass bei mir nicht alles so rosig (anstrengende Schwangerschaft, Schmerzen nach der Geburt, Sorgen um den Bauch etc.) war, offenbarten sie sich plötzlich und gaben zu, dass es bei ihnen auch nicht so war. Als Floskel bekam ich gesagt „Ach, ich wollte dir nicht die Wahrheit sagen um dir keine Angst zu machen.“

Da mag jeder anders eingestellt sein, doch ich bevorzuge IMMER die Wahrheit. Ich will keine Lügen hören oder Schönrederei. Mit der Wahrheit kann ich mehr anfangen. Ich hätte mich wesentlich besser auf die Zeit danach vorbereiten können.

Gerade wenn man das erste Kind bekommt, ist vieles neu. Dinge, mit denen man vorher noch nie konfrontiert wurde. Das Umgehen und Zurechtkommen mit der neuen Situation ist eine Herausforderung. Ich höre jedoch immer wieder, dass es beim zweiten Kind viel besser ist. Viel routinierter und man sich wegen vielen Dingen keinen Kopf mehr macht, weil man weiß, auf was man sich einlässt und das vieles, wie z. B. die Rückbildung des Bauches seine Zeit braucht. Ich wünschte mehrere Mütter wären schonungslos ehrlich.

Es gibt eine Aussage, bei der jede Mutter grundehrlich ist.

„Du vergisst alle Strapazen von der Schwangerschaft und Geburt.“

Den Satz kann ich unterstreichen. Es ist in der Tat so, dass die Schmerzen, die Strapazen, die Ängste und alles andere nach kurzer Zeit vergessen sind. Vielleicht es von Mutter Natur so eingerichtet, damit wir uns vor einer nächsten Schwangerschaft nicht verschließen. Es gibt Dinge in meinem Leben, die ich gewiss nie wieder tun würde. Doch egal wie nervig die Schwangerschaft war, wie schlimm die Schmerzen nach der Geburt und vor allem die Stillprobleme, ich möchte wieder schwanger werden und noch einmal alles auf mich nehmen. Verrückt. Absolut verrückt. Eine Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach bringen einen oftmals an die eigenen Grenzen und darüber hinaus. Doch für die Entstehung eines neuen Lebens tun wir es noch einmal und noch einmal und manchmal sogar noch einmal 😉

 

Würde ich mich noch einmal für einen Kaiserschnitt entscheiden?

Ja, wenn ich in ein paar Jahren immer noch Angst vor einer natürlichen Geburt haben werde. Ich werde mich wieder für meine Intuition entscheiden und für mein Bauchgefühl. Nun weiß ich, was ich machen muss, worauf ich achten muss, wenn ich mich wieder dafür entscheiden sollte. Beim nächsten Mal würde es keine große Unsicherheit mehr geben. Ich weiß jetzt, mit welchen Schmerzen ich rechnen müsste und wie ich mit diesen umgehe.

Ich sehe keinen Nachteil bei einem Kaiserschnitt, von denen einige immer wieder erzählen, um Mütter umzustimmen bzw. sie zu überstimmen. Weder habe ich einen Hängebauch, noch konnte ich mich nicht um mein Kind kümmern oder wochenlang nicht aufstehen. Es mag sein, dass es Frauen gibt, die nach einem Kaiserschnitt wahnsinnige Probleme hatten, sowie es Mütter gibt, die nach einer natürlichen Geburt wahnsinnige Probleme hatten. Es gibt wohl nichts, was es nicht gibt. Folgt eurem Gefühl, eurer Intuition. Das muss ich immer wieder betonen. Denn nur ihr müsst den Konsequenzen eurer Entscheidung leben, niemand anders.

 

Tipps für das Wochenbett

Das Wochenbett sollte sehr ernst genommen werden. Mutet euch nicht zu viel zu, sondern schenkt eurem Körper Zeit um sich von den Strapazen der Geburt und Schwangerschaft zu erholen. Die ersten 2-3 Wochen seid ihr sehr eingeschränkt was eure Bewegungsfreiheit betrifft. Daher holt euch Hilfe im Haushalt, schaut, dass jemand da ist, der euch pflegt, essen kocht usw. Nicht jeder Mann nimmt Elternzeit oder ist bereit alles allein zu stemmen. Vergesst bitte auch nicht, über euren Gemütszustand zu sprechen. Die erste Zeit kann sehr überwältigend sein, vor allem, wenn man das erste Kind bekommen hat. Steigert langsam körperliche Aktivitäten. Versucht anfangs nur 15 Minuten spazieren zu gehen und schaut wie es euch dabei geht. Beim nächsten Mal 5-10 Minuten länger usw. Alles Stück für Stück! Nicht gleich eine Stunde spazieren gehen. Holt euch Unterstützung und mutet euch nicht zu viel zu.

Übt euch in Geduld und Selbstliebe! Findet euch langsam in die Rolle der Mutter ein. Genießt die Zeit mit eurem Baby. Informiert euch vorher gut, was ihr tunt müsst bei Stillproblemen, Koliken und wunden Po bei Babys. Nutzt die Unterstützung von einer Hebamme. Wählt eine aus, bei der ihr euch wohlfühlt. Sie steht euch bei vielen Fragen zur Verfügung und begleitet euch durch euren neuen Alltag und steht euch unterstützend zur Seite. Es ist auch sehr wichtig, dass ihr auf euren Körper und dessen Signale achtet. Wenn ihr Schmerzen habt, nehmt diese ernst und schont euch mehr! Es ist nicht immer leicht so wenig aktiv sein zu können, doch es ist notwendig, weil euer Körper sich erholen muss. Redet über eure Gefühle und bindet den Partner in eure Gefühlswelt mit ein, damit er weiß, was in euch vorgeht. Hellsehen können Männer nicht 😉 Denkt daran, dass die Situation für euren Partner auch neu ist. Vielleicht wird er auch Schwierigkeiten haben mit allem umzugehen. Redet miteinander und sucht euch Unterstützung, falls ihr euch überfordert fühlt oder mal nicht weiter wisst. Mit Unterstützung und Hilfe ist ALLES leichter, macht euch das bewusst!

 

 


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Fazit

Das Wochenbett war eine sehr intensive Zeit. Schön, aber nicht immer leicht. Eine Konfrontation mit vielen neuen Dingen. Eine neue Rollenverteilung – Mama sein – Papa sein – Familie und eine neue Verantwortung. Das Leben und der Alltag nehmen ganz neue Züge an. Die müssen sich erst einmal entwickeln. Ich habe in dieser Zeit ganz viel Neues über mich erfahren. Meine Schmerzgrenzen wurden neu gesetzt, genauso was das Schamgefühl betrifft. Mein Mann hat mich in Situationen erlebt, in denen ich mich noch nie zuvor befunden habe. Aufgrund der neuen Situation kann so eine Phase auch eine Prüfung für die Beziehung sein. Positiv wie negativ. Wir haben sie wunderbar im Zusammenhalt gemeistert und noch einmal bewiesen, dass wir als Partner immer aufeinander zählen können und dem anderen, egal was ist, zur Seite stehen. Wunderbar! Die Kennlernzeit mit unserem Baby war wundervoll und ist es auch noch. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass wir ein Einsteigermodell haben. Es war immer sehr pflegeleicht bis auf die Koliken und das viele Brechen. Das ist wirklich nervig. Doch die wahren Probleme, die harten Prüfungen und Herausforderungen waren nicht das Kind, sondern die Probleme drum herum. Vor allem die massiven  Stillprobleme und das mich niemand auf die Zeit nach dem Kaiserschnitt vorbereitete. Wie werden eventuell die Schmerzen sein? Was soll ich tun, wenn ich welche habe? Wie deute ich die Signale meines Körpers? Wie soll ich mit den Veränderungen meines Körpers umgehen? Wie entwickelt sich die Kaiserschnittnarbe optisch? Unser Baby war somit nicht das Problem, was man anfangs denken könnte. Dieser kleine Mensch bereitet uns so viel Freude und hat uns eine neue Welt offenbart. Eine andere Sichtweise auf das Leben. Eine wundervolle Erfahrung, die ich gerne noch einmal durchleben möchte! Mein Mann hat sich übrigens in den ersten Wochen um ALLES gekümmert und wenn ich alles schreibe, meine ich das auch so. Er hat mich rund um die Uhr gepflegt und versorgt. Das Baby gewickelt als ich noch nicht so lang und gut stehen konnte und jede Laune meinerseits ausgehalten. Er war mein Fels in dieser Zeit.

In dieser Zeit gab es jedoch etwas was mich von der Heilung abhielt und mich fast in den Wahnsinn trieb. Im nächsten Artikel erzähle ich euch von meiner persönlichen Hölle. Von dem was für mich am aller aller aller schlimmsten war. Ich berichte euch ausführlich von meinen Stillproblemen und wie ich es schaffte alle Probleme zu überwinden und später OHNE Schmerzen zu stillen.

Frage an euch:
Erzählt mir gerne wieder von euren Erfahrungen während des Wochenbetts? Berichtet mir, wie ihr euch gefühlt habt und was ihr vor allem für Erlebnisse hattet, die euch bis heute in Erinnerung geblieben sind! Positiv wie negativ. Gerne auch als private Nachricht via Facebook, Instagram oder per E-Mail an jessica@vchangemakers.de Ich bin sehr gespannt!

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Die Zeit im Krankenhaus nach dem Kaiserschnitt + unentbehrliche TIPPS

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Meine Erfahrungen mit dem Kaiserschnitt und Tipps & Tricks um diese Zeit gut zu überstehen

Nach vielen Fragen und Nachrichten habe ich mich entschieden euch ausführlich von meinen Erlebnissen und Erfahrungen mit dem Kaiserschnitt zu berichten und auch von meinen Erfahrungen mit dem Stillen. Zusätzlich erhaltet ihr in jedem Artikel unentbehrliche Tipps für diese aufregende, aber auch oft anstrengende Zeit.

 

Auf das was kommt, bereitet dich fast niemand vor

Seit der Geburt sind nun mehr als 16 Wochen vergangen. In dieser Zeit ist sehr viel passiert. Nicht nur unser gesamtes Leben hat sich nun für immer verändert, sondern auch wir. Wir sind nun Eltern. Mama und Papa. Aller Anfang ist schwer, sagt man so schön und das war es tatsächlich.

Da die Informationen so zahlreich sind, habe ich den ursprünglichen Artikel thematisch getrennt und 4 separate Artikel verfasst. Ich sage euch schon jetzt, dass ich nichts beschönigen werde oder runterspiele. In jedem Artikel schildere ich euch so ehrlich wie möglich meine Erfahrungen. In jedem Artikel gebe ich euch wertvolle Tipps, die mir in dieser Zeit oft fehlten. Es sei gesagt, dass jede Schwangerschaft sowie Geburt anders ist und jede Frau auch anders empfindet. Einige Frauen erkennen sich vermutlich wieder und andere wahrscheinlich überhaupt nicht.

In den folgenden vier Artikeln berichte ich euch von der Zeit nach dem Kaiserschnitt, insbesondere von meinen Erlebnissen in der sensiblen Phase des Wochenbetts, Schmerzen, Probleme den neuen Körper anzunehmen, von meiner persönlichen Hölle dem Stillen und einiges mehr. In diesem Artikel erfahrt ihr zunächst einmal, wie die Zeit im Krankenhaus nach dem Kaiserschnitt war und erhaltet von mir jede Menge Tipps um diese Zeit gut zu überstehen. 

Beginnen wir ganz vorn:

 

Direkt nach dem Kaiserschnitt 

Da hielt ich ihn nun in den Armen. Meinen Sohn. Mein kleines Wunder, was in mir monatelang wuchs. Nun sind mein Mann, unser Sohn und ich eine richtige kleine Familie. Das waren wir vorher auch schon, doch nun sind wir gewachsen. Mein Mann, unser Sohn, unsere Kätzchen und ich … so schön.

Ich lag mit unserem Sohn im Bett, mein Mann saß neben uns. Ich merkte noch nicht viel vom Kaiserschnitt. Ich bekam die sogenannten Nachwehen, wodurch sich die Gebärmutter zusammenzieht. Das war halb so schlimm, vermutlich lag es auch daran, dass ich Schmerzmittel verabreicht bekommen habe und dazu eine riesen Portion Erleichterung gepaart mit ständig steigender Euphorie. Ich konnte noch gar nicht fassen, dass mein Babybauch so zusammengesunken war. Weg war er nun und das Ergebnis hielt ich geschafft, aber glücklich in meinen Armen.  Nun begann die sensible Phase des Wochenbetts. Eine Zeit von ca. 8 Wochen in denen Mütter sich erholen sollen und auch müssen und zudem die Bindung zu ihrem Kind aufbauen. Bei uns war es eine Zeit voller Veränderungen und großen Herausforderungen.

 

Die nächsten Tage im Krankenhaus

Am nächsten Morgen nach der Geburt durfte ich das erste Mal aufstehen. Das klappte problemlos, jedoch merkte ich direkt, dass ich leichte Schmerzen hatte und meine Organe, gefühlsmäßig, nach unten sackten. Ganz natürlich, denn die ausgeleierten Bauchmuskeln boten nun keinen Halt mehr. Ich versuchte am selben Tag nochmals abends aufzustehen. Auch das klappte wieder. Da ich einen Schmerzmittelplan hatte, waren die Schmerzen absolut erträglich. Einige Male waren sie recht stark, so dass ich um eine weitere Schmerztablette gebeten habe. Doch im Krankenhaus wurde sehr genau darauf geachtet, dass ich möglichst schmerzfrei bin. Der Katheter kam unverzüglich am nächsten Tag nach der Geburt heraus. Auch hier machte ich ganz schön Theater aus Angst vor Schmerzen. Aber was war auch hier? All die Panik war mal wieder um sonst, denn auch das Entfernen des Katheters war schmerzfrei. Die Schwestern lachten nachdem ich doch keinen Mucks von mir gegeben hatte als sie den Katheter entfernten. Denn vorher hatte ich wieder ordentlich Theater gemacht 😉 Peinlich. Aber auch das erleben die Schwestern täglich 😉 Zumindest lachten wir am Ende alle gemeinsam.

Tipp: Habt keine Angst vor dem Katheter, der ist wirklich völlig harmlos. Schwer zu glauben, ich weiß, aber es ist wahr. Falls ihr Schmerzen habt und eure verschriebenen Schmerztabletten nicht ausreichen, dann fragt nach mehr. Niemand muss die Schmerzen aushalten. Damit ist keinem geholfen. Zudem denkt daran, dass Schmerzen den Milchfluss beeinflussen!!!


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Verkrampfungen im Rücken

Nach einem weiteren Tag bekam ich sehr starke Verkrampfungen im Rücken, die mich fast bewegungsunfähig machten. Ich konnte mich weder von der einen Seite noch zur anderen Seite drehen. Trotz Salben und Massieren gingen diese nicht weg. Mir wurde gesagt, dass das normal sei nach der Geburt. Nun ja, ich hielt es aus, aber ich sag euch … das hat ordentlich wehgetan und die Zeit im Krankenhaus nicht gerade verschönert.

Tipp: Besorgt euch  vorsichtshalber Wärmepflaster, damit ihr  die Schmerzen nicht aushalten müsst. Lasst euch zudem von eurem Liebsten oder wem anders kräftig massieren. Geholfen hat es bei mir nicht, aber es zumindest erträglicher gemacht.

 

Surfbretter alias Binden

Was ich wohl auch niemals im Krankenhaus vergessen werde, sind diese unglaublich riesigen Binden, so genannte „Surfbretter“ (haha) die jede Frau nach der Geburt tragen muss, aufgrund des Wochenflusses. Ihr bekommt direkt 3-4 von diesen gigantischen Binden in euer schickes Netzhöschen. Man läuft damit als hätte man Steine in der Hose. Nun ja, aber da müssen wir Mütter alle durch 😉 Von Tag zu Tag bessert sich der Wochenfluss und irgendwann reichen auch normale Binden bis zu dem Tag an dem der Wochenfluss ganz vorbei ist. Bei mir hat er ungefähr 3-4 Wochen gedauert, dann war er komplett weg. Frauen, die eine natürliche Geburt erleben, haben den Wochenfluss noch einige Wochen länger.

Tipp: Kauft eure Slips eine Nummer größer wegen den großen Binden. Dazu weitere Hosen. In engen Hosen sieht man die Einlagen.

 

Kaiserschnittnarbe

Die Kaiserschnittwunde wurde die ersten Tage durch ein großes Pflaster geschützt. Erst zwei Tage später sah ich die Narbe als das Pflaster endgültig entfernt wurden war. Eine feine Linie mit einer Länge von ca. 18 cm. Beim Anblick schoss mir direkt eine Frage durch den Kopf „Wie um Himmels Willen haben die es geschafft, mein Baby durch diesen feinen Schnitt zu holen?!“ Wahnsinn. Ich habe mir die Narbe wesentlich größer und gröber vorgestellt. Aber nein, mein Bauch wird von einer feinen Linie geziert.

In den ersten Wochen verändert sich eure Narbe sehr. Sie wird oft wulstig, weil mehrere Hautschichten durchtrennt sind und nicht direkt fein miteinander verwachsen. Zuerst bekam ich einen Schreck bei dem Anblick, doch meine Ärztin und meine Hebamme vom Rückbildungskurs beruhigten mich und zeigten mir, wie ich sie behandeln soll. Ich creme die Narbe nun täglich ein und massiere die Haut oberhalb und unterhalb des Schnittes. Dadurch werden die verwachsenden Hautschichten von Zeit zu Zeit immer weicher und dadurch glättet sich die Narbe. Dafür braucht man Geduld. Also geratet nicht in Panik, sondern pflegt eure Narbe gut und massiert sie täglich ganz sanft!

Tipp 1: Übe dich in Selbstliebe und Akzeptanz, so ein Eingriff in den Körper braucht seine Zeit. Die Narbe wird gut werden, du musst sie nur richtig pflegen. Kauf dir am besten ein Narbengel und creme die Narbe oberhalb und unterhalb des Schnittes ein und massiere sie dabei in kreisenden Bewegungen. Auf diese Weise verschwindet die Wulst.

Tipp 2: Nehmt weitere Hosen mit ins Krankenhaus, die einen weichen Bund haben und hohe Slips, damit nichts auf der Narbe liegt und diese abschnürt. Wenn ein Slip oder Hose doch zu eng ist oder sich unangenehm anfühlt, dann legt eines der Surfbretter quer über die Narbe. So dient dies als Polster. Das habe ich die gesamte erste Woche gemacht.

 

Schlaf im Krankenhaus

Ich bin Schlafmangel gewohnt. Doch im Krankenhaus habe ich mehrere Tage am Stück so gut wie gar nicht geschlafen. Ausnahmezustand. Tagsüber sowieso nicht und nachts hatte ich viel zu viel Angst, dass ich nicht mitbekomme, wenn mein Baby schreit oder irgendetwas braucht. So kam es dazu, dass ich fast die ganze Nacht wach war und maximal gedöst habe. Ich sah aus wie ein Zombie. Augenringe bis zu den Knien. Fürchterlich. Ich fragte mich immer, wie es die anderen Mütter schafften, so fit auszusehen. Später bekam ich dann mit, dass einige ihre Kinder nachts den Schwestern überließen und die Nacht durch schliefen. Ich konnte das irgendwie nicht, meinen Sohn behielt ich bei mir und verzichtete eben auf meinen Schlaf. Ihr müsst für euch selbst entscheiden, ob ihr eure Kinder nachts den Schwestern überlasst oder selbst dafür sorgt. Eventuell schläft man beim zweiten Kind entspannter als beim Ersten. In drei Tagen habe ich maximal 6 Stunden geschlafen.

 

Das Ankommen als Familie wird im Krankenhaus verhindert

Da ich Kassenpatientin bin und kein Familienzimmer frei war, lag ich mit weiteren Müttern auf dem Zimmer. Die Hölle. Das hat so viel Schönes genommen. Ständig kamen fremde Leute herein, ständig fremdes Kindergeschrei, fremde Leute, die einem beim Stillen beobachten. Mein Mann und ich fanden die Tage im Krankenhaus aufgrund der fehlenden Privatsphäre schrecklich. Wir konnten unsere neue Familiensituation überhaupt  nicht genießen. Die Kennlernphase mit dem Baby wird im Krankenhaus durch ein Mehrbettzimmer mehr als gestört. Zum Glück habe ich so einen tollen und fürsorglichen Mann, der von morgens bis spätabends bei uns im Krankenhaus war. Somit versuchten wir gemeinsam alles um unser Familienglück im Krankenhaus so gut wie möglich zu genießen. Gemeinsam standen wir alles durch.

Tipp: Wenn ihr die Chance habt, bucht unbedingt ein Familienzimmer! Es lohnt sich absolut.

 

Reaktionen: Vegan im Krankenhaus

Meine schlechten Erfahrungen mit einer Frauenärztin bei Bekanntgabe meiner Schwangerschaft war mehr als unverschämt. Den Beitrag könnt ihr hier noch einmal nachlesen: LINK

Ich fragte mich vor dem OP Tag bereits, wie wohl die Ärzte und Schwestern auf meine vegane Schwangerschaft reagieren und ob ich Kritik ausgesetzt sein werde. Zu meiner sehr positiven Überraschung reagierten ALLE sehr gut auf meine Ernährungsweise. Es wurde mir keinerlei Fragen dazu gestellt oder Kritik entgegen gebracht. Ganz im Gegenteil. Bei der Bestellung des Essens wurde wie selbstverständlich darauf reagiert und mir ein wunderbares Menü zusammengestellt. Das schönste Erlebnis war die Begegnung mit einem jungen Arzt, der mich untersuchte. Beim Prüfen meines Mutterpasses sah er den Vermerk, dass ich vegan lebe und sagte ganz begeistert zu mir „Sie leben ja vegan und sind noch schwanger gewesen. Das ist ja großartig!“ Daraus entwickelte sich ein ganz herzliches Gespräch, in dem er mir sagte, wie toll er das fände und dass er hofft, dass es demnächst noch mehr Frauen geben wird, die auch in der Schwangerschaft vegan leben und so auch ihre Kinder erziehen. Ein toller Zuspruch, der mich glücklich machte. Es gab nicht eine negative Bemerkung zu meinem gelebten Veganismus. Alle Schwestern waren bemüht mich zufriedenzustellen und brachten mir jeden Tag einen Obstteller und stellten diesen in mein Zimmer. Eine tolle Geste!

 

Milcheinschuss

Bis die Muttermilch in die Brust einschießt, vergehen ca. 3 Tage nach der Geburt. Davor tritt die Vormilch aus, die sehr nahrhaft für die Babys ist und zunächst völlig ausreicht, dass sie reich an Nährstoffen ist. Danach folgt der Milcheinschuss, der problemlos verlaufen kann, aber auch zu Komplikationen führen kann. Mein Milchschuss war gewaltig und das ist wohl noch untertrieben. Ich hatte riesengroße Brüste, die steinhart waren. Ich hatte das Gefühl, dass meine Brüste platzen. Da das Stillen am Anfang nicht direkt klappte, konnte mein Sohn die Milch nicht abtrinken. Das führte zu schmerzenden, sehr sehr harten Brüsten. Im Krankenhaus musste ich noch abpumpen, da die Gefahr für einen Milchstau und auftretende Entzündungen zu groß war. Doch das Stillen sollte sich noch als die wahre Hölle erweisen. Lest im weiteren Artikel was passierte: LINK

Tipp: Holt euch von ANFANG an eine gute Stillberatung. Glaubt mir, dass ist das A und O und kann euch ganz ganz viel Sorgen und Schmerzen nehmen und vor allem eine STRESSFREIERE Kennlernzeit bescheren. Lasst euch zeigen, wie ihr das Baby richtig an die Brust anlegt und wie das Kind saugen soll. Nehmt euch eine gute Brustwarzenpflege mit ins Krankenhaus, die werdet ihr definitiv benötigen. Ich hatte später eine Salbe von Alverde. Zudem Pads mit kühlenden Eigenschaften von Multi Mam und Stilleinlagen. Kauft euch eure BH’s ca. 1-2 Größen größer. Ich habe meine bei Rossmann gekauft.


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Entlassung: Endlich konnten wir die neue Familienkonstellation genießen

Es war so weit. Endlich wurden wir entlassen und konnten uns nun ganz auf uns drei konzentrieren. Ab sofort konnte uns niemand mehr stören. Bei der Entlassung kamen mir vor lauter Freude und Erleichterung die Tränen. Denn Zuhause ist es einfach am schönsten. Nun konnten wir uns Baby endlich mit nach Hause nehmen und beginnen als Familie zu leben.

 

FRAGE AN EUCH:
Wie waren die ersten Tage für euch im Krankenhaus? Habt ihr eure Babys nachts zu den Schwestern gegeben? Hattet ihr ein Familienzimmer? Wie lange wart ihr im Krankenhaus? Erzählt eure Geschichte! Gerne auch als PN via Facebook, Instagram oder per E-Mail an jessica@vchangemakers.de

Nun habe ich euch geschildert, wie die Zeit im Krankenhaus war und euch jede Menge Tipps mit auf den Weg gegeben. In den anderen Artikeln, berichte ich euch ausführlich von meinen Erlebnissen in der sensiblen Phase des Wochenbettes und von meinen massiven Stillproblemen, die mich fast um den Verstand gebracht hätten.

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Erfahrt zunächst einmal, wie die Zeit im Krankenhaus nach dem Kaiserschnitt war und erhaltet von mir jede Menge Tipps um diese Zeit gut zu überstehen. #kaiserschnitt #veganeschwangerschaft #geburt

 

Geburtsbericht: Geplanter Kaiserschnitt – Kritik, Panik und pures Glück

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Die Geburt unseres wunderbaren Sohnes – Ein Ereignis von Angst bis Liebe 

Da viele von euch meine vegane Schwangerschaft (alle Berichte sind in der neuen Rubrik vegane Schwangerschaft zu finden) mitverfolgt haben, berichte ich euch nach vielen Fragen nun endlich von der Geburt. Ich entschied mich aus Angst vor einer natürlichen Geburt für einen geplanten Kaiserschnitt. Erfahrt im Folgenden, wie die Geburt ablief und weshalb ich während der OP in Panik geriet.

Die Geburt eines Kindes ist etwas Spektakuläres. Es verändert das Leben schlagartig. Gefühle kommen auf, die man in der Form noch gar nicht bis nicht häufig gefühlt hat. Bendix wurde am 14.8.2017 um 10.10 Uhr geboren. Ein Moment, der sich ganz fest in meinem Herzen eingebrannt hat. Auf ewig. Bendix ist ein Wunschkind. Voller Freude und Neugierde erwarteten wir ganz ungeduldig unseren Sohn. (Den passenden Artikel zur Verkündung der Geburt findet ihr hier: Veganes Baby: Er ist da! Unser Sohn wurde geboren)

Meine Entscheidung für einen geplanten Kaiserschnitt und die Kritik der anderen

Ich stellte mir natürlich schon recht früh die Frage, ob ich mittels einer spontanen Geburt, also einer natürlichen Geburt, entbinden möchte oder per Kaiserschnitt. Die Frage kam deshalb auf, da meine Mutter (Mutter von zwei Kindern) bei jeder Geburt schrecklich gerissen ist. Sie hatte damals die gleiche Figur wie ich. Sehr schmal. Aufgrund ihrer Geschichte und der Tatsache, dass ich wie sie gebaut bin machte mir Angst, das gleiche durchleben zu müssen. Somit entschied ich mich für einen geplanten Kaiserschnitt. Eine Entscheidung, die ich mir gründlich überlegte.

Es ist mein Körper und somit meine alleinige Entscheidung. Ich ließ mir von niemand hereinreden und blieb schlussendlich dabei. Nur anscheinend können viele Mütter, die davon hören, nicht damit umgehen. So kam es dazu, dass ich mich oft rechtfertigen musste und die Entscheidung über meinen eigenen Körper nicht respektiert wurde.

„Wunschkaiserschnitt“ – das Unwort für viele Mütter. Egal, mit welcher Mutter ich darüber redete, bzw. gefragt wurde, kam JEDES MAL die Frage „Bist du sicher?“ oder auch liebend gern folgende Aussagen:  „Mach das auf gar keinen Fall.“ – „Ach du brauchst keine Angst haben, da passiert schon nichts. Du musst dadurch.“ – „Du musst eben die Geburtsschmerzen aushalten.“ usw. Gepaart mit einem vorwurfsvollen Unterton und großem Unverständnis. Es gibt einen Unterschied zwischen „interessiert nachfragen“ und „indirekt Vorwürfe machen“.

Es gab wirklich kaum Frauen, die meine Entscheidung unkommentiert ließen. Jedes Mal gaben sie mir zu verstehen, dass das auf diesem Wege keine richtige Geburt sei.
So ein Blödsinn.

Zum Glück stehe ich immer zu meinen Entscheidungen und vertrete diese  sehr selbstbewusst. Trotz der vielen Kritik ließ ich mich nicht verunsichern. Da es mein Körper ist und ich mit der Entscheidung leben muss und niemand anders. Daher ist es für mich nicht von Relevanz, wie Leute über meine Entscheidungen denken oder urteilen.

Und genau das möchte ich jeder Frau, jeder Schwangeren mit auf den Weg geben: Es ist euer Körper und NUR ihr dürft entscheiden, was mit diesem passieren soll oder eben nicht.

Mein Körper, meine Regeln!

Euer Körper, eure Regeln!

Es ist eure Entscheidung und euer Recht, wie ihr euer Kind auf die Welt bekommen wollt. Eure Empfindungen, Gefühle und Ängste haben Bedeutung und müssen respektiert werden. Von jedem. Lasst euch nicht reinreden und vertraut eurer Intuition! Es bringt rein gar nichts mit wahnsinniger Angst vor Geburtsverletzungen oder –schmerzen eine spontan/natürliche Geburt zu durchleben. Verkrampfungen führen erst recht zu einem unangenehmen Geburtserlebnis. Das Gleiche gilt für einen Kaiserschnitt. Wenn ihr Angst davor habt, dann tut es selbstverständlich nicht. Doch diesen Fall gibt es eigentlich nur bei Komplikationen einer natürlichen Geburt und da hat man leider keine andere Wahl als die Ärzte entscheiden zu lassen. Niemand hat das Recht über euren Körper zu bestimmen. Es ist eine Unverschämtheit und zeugt von Respektlosigkeit, wenn Leute versuchen euch zu Handlungen zu drängen, die bei euch großes Unbehagen und Ängste auslösen.


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Geburtserlebnis per Wunschkaiserschnitt

Unser Sohn wurde eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin geholt. Doch da meine Wehen schon sehr regelmäßig waren und meine Frauenärztin schon vermutete, dass ich sogar früher als dem geplanten Termin entbinde, wusste ich, dass unser Sohn bereit war auf die Welt zu kommen. Das beruhigte mich. Ich wusste durch das Eintreten der Wehen, dass es in Ordnung ist für ihn geholt zu werden und es ist nicht zu früh ist.

Früh morgens fuhren wir ins Krankenhaus. Wir wussten nicht, wann es soweit sein wird, da sie uns bereits beim Beratungsgespräch sagten, dass sämtliche Notfälle vorgezogen werden und sie uns somit keine bestimmte Uhrzeit nennen konnten. Dafür hatten wir natürlich jegliches Verständnis. Als wir im Krankenhaus eintrafen wuchs die Aufregung immer mehr. Bereits am Vorabend konnte ich es kaum noch aushalten und schlief dementsprechend wenig. Ich war voller Aufregung, Neugierde, etwas Angst und Unsicherheit … und etwas traurig. Denn die Zweisamkeit, die mein Mann und ich so genossen, würde am nächsten Tag vorbei sein. Ich war regelrecht wehmütig und wusste nicht genau, was auf uns zukommt. Im nächsten Artikel mehr dazu.

Nach einiger Zeit am CTG wurden ebenfalls wieder regelmäßige Wehen festgestellt. Ich bekam nun mein schickes OP-Hemdchen und wurde an den Tropf gelegt. Wir wurden immer aufgeregter, vor allem weil wir nicht wussten, wann es nun los geht. Ich muss anmerken, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch keine Angst vor dem Kaiserschnitt hatte.

Nach ca. 3 Stunden warten ging die Tür auf und zwei Schwestern kamen herein …

„So, nun geht es los.“

Mein Mann und ich schauten uns an und ich wurde immer aufgeregter und konnte es kaum erwarten unseren kleinen Sohn in Empfang zu nehmen. Wir machten noch ein letztes Foto als Pärchen und dann ging es los in den Operationssaal.

Im OP – kurz vorm Kaiserschnitt

Ich fing vor Aufregung an zu zittern, doch ich fühlte mich gut und war voller Vorfreude. Es war nun Zeit mir die Betäubung durch den Rücken zu setzen. Ich erinnerte mich an das Versprechen der Ärzte und Schilderungen anderer Mütter, dass ich dadurch absolut nichts spüre. Alles wäre taub und völlig schmerzlos. Als hätte ich keine Beine mehr.

So, da lag ich nun und wartete auf genau dieses Gefühl. Langsam wurden meine Beine schwerer und ich war mir sicher, dass ich gleich gar nichts mehr spüre.

Ich wurde durch den Vorraum in den Hauptsaal geschoben und lernte die anderen Ärzte kennen. Oberhalb meiner Brust wurde zügig der Sichtschutz angebracht. Beim Vorstellen der Ärzte kamen mir bereits die ersten Tränen, da ich immer aufgeregter wurde, aber im positiven Sinne. Die Schwestern führten einen Test an meinen Beinen durch um zu prüfen, ob ich noch etwas spüre. Ein seltsames Gefühl, ganz anders als erwartet. Völlig anders als erwartet um ehrlich zu sein. Ich spürte zwar keinen Schmerz, aber Druck und merkte ganz deutlich, dass Handlungen an meiner unteren Körperhälfte vorgenommen wurden. Das machte mir plötzlich Angst. Große Angst.

Nun sollte noch der Katheter gelegt werden. DAS war das einzige, worüber ich mir vorher viele viele Gedanken machte. Ich stellte mir alles bildlich vor und das löste ein riesiges unangenehmes Gefühl in mir aus. Die Schwestern versuchten mir zu versichern, dass das Legen des Katheters völlig schmerzfrei ist, doch ..tja … ich glaubte es trotzdem nicht und machte das ziemlich deutlich. 😀 Nach dem Legen des Katheters war mir mein Getue sehr peinlich, da ich tatsächlich nichts Schlimmes spürte. Nun ja, das erleben die Schwestern täglich und nahmen es mir nicht übel und lachten einfach nur. Ab da an ging alles ganz schnell …

Die unerwartete Panik

Der Arzt sagte mir nicht, dass er nun beginnt und somit spürte ich plötzlich, dass untenrum noch mehr geschieht. Sie ruckelten an mir. Ich schwank von rechts nach links und spürte ganz deutlich, dass sie an mir herumzerrten. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet und geriet in Panik. Ich hatte richtige Angst. Mein Mann saß zum Glück direkt an meinem Kopf und versuchte mich zu beruhigen. Wir hielten ständig Blickkontakt und er sprach beruhigend auf mich ein. Meine Panik wurde immer größer und ich bin fast wahnsinnig geworden. Mir liefen die Tränen, das erste Mal aus Angst. Dieses Herumzerren ist sehr stark und das Schwanken ist ebenfalls sehr intensiv. Trotz der Betäubung, merkt man das alles sehr sehr deutlich! Damit hatte ich partout nicht gerechnet. Sie zogen an mir und ruckartig wurde ich nach links und nach rechts und wieder nach links und rechts gezogen. Schrecklich! Ich spürte den Druck und bekam es immer mehr mit der Angst zu tun. Diese Intensität hatte ich absolut nicht erwartet. Natürlich war mir vorher klar, dass ich irgendetwas spüren werde, aber nicht in DIESEM Ausmaß!

Ich biss die Zähne zusammen und versuchte meine Panik in Zaum zu halten. Die Hebammen hielten meine Hand und gaben ihr Bestes, genau wie mein wundervoller Mann. Er sah mir direkt an, dass ich in Panik geriet und tat alles um mich zu  beruhigen, obwohl es ihm wahnsinnig schwer fiel mich so zu sehen. Wäre er nicht gewesen, wäre ich wohl noch vor lauter Panik vom Tisch gesprungen bzw. gerollt.

Und da! Ein Schrei! Und noch einer!

Alles fiel von mir ab, jegliche Panik und unglaubliches Glück durchströmte mich. Ich hörte zum ersten Mal meinen Sohn. Sie hielten unser kleines Wunder, auf das wir so lange gewartet haben, über den Sichtschutz. Ich sah ihn, zum ersten Mal.

Oh Gott, was für ein wundervoller Moment.

Fassungslosigkeit machte sich bei mir breit. Dieses kleine schöne Wesen wuchs in mir und nun konnte ich es endlich sehen. Dieses schöne Gesicht, diese Bindung. Ich weinte und konnte nicht mehr aufhören. Zunächst sah ich ihn nur für wenige Sekunden, doch die reichten aus, dass ich meine Panik, kurz davor, völlig vergaß und nur noch meinen Sohn sehen wollte. Alles war vergessen. Ich bekam überhaupt nicht mehr mit, wie mich die Ärzte zunähten. Nichts war mehr relevant außer mein Sohn. Nachdem er kurz untersucht wurde, kam die Hebamme mit unserem kleinen Wunder zurück und sie legten Bendix neben mein Gesicht. Es war so weit. Mein Mann, unser Sohn und ich. Unsere Familie. Ich fasste unseren Sohn an und er griff nach meinem Finger und ich weinte vor lauter Dankbarkeit und war überwältigt, dass dieser kleine Mensch so fertig aus mir herauskam. Selbst jetzt, während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, laufen mir lauter Tränen übers Gesicht und ich bin immer noch so ergriffen von diesem Erlebnis.


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Erfahrt alles über meinen geplanten Kaiserschnitt - die unerwartete Panik, die Kritik und das pure Glück! Das Highlight meiner veganen Schwangerschaft.

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Wie es nach der Geburt weiter ging und ob ich mich noch einmal für einen geplanten Kaiserschnitt entscheiden würde, erfahrt ihr in wenigen Tagen im nächsten Artikel auf www.vchangemakers.de

Ich erzähle euch von unserer Kennlernphase, Stillproblemen, Schmerzen,  dem Zwiespalt den neuen Körper anzunehmen und so einiges mehr … seid gespannt!

Frage an euch: Wie war euer Geburtserlebnis?

Erzählt mir doch mal, wie euer Geburtserlebnis war! Hattet ihr eine natürliche Geburt oder auch einen Kaiserschnitt? Wie sind eure Erfahrungen? Wurdet ihr ebenfalls kritisiert, weil ihr euch eventuell für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden habt?

Alle bisherigen Artikel zu meiner veganen Schwangerschaft, sowie Ernährungstipps in dieser sensiblen Lebensphase und den Reaktionen der Ärzte bzgl. meiner Ernährungsweise erfahrt ihr in der neuen Rubrik „Vegane Schwangerschaft“. Viel Spaß beim Lesen!

Wie immer gilt: Falls ihr Fragen habt, kontaktiert mich gerne: jessica@vchangemakers.de

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