Es geht los: 17. SSW – der Babybauch wächst! – mit Fotos


 

Übelkeit – Körperliche Veränderungen – Ernährung /Zunahme – Sport – Frage an euch

Wie versprochen gibt es nun immer öfter Artikel zum Thema: Schwangerschaft und auch Veganismus. Nach Bekanntgabe meiner Schwangerschaft war die Resonanz sehr groß. Einige von euch haben mir geschrieben, dass sie gern mehr über meine Ernährungsweise in Verbindung mit der Schwangerschaft erfahren wollen. Ich folge gerne eurer Bitte und informiere euch nun regelmäßig von meiner Schwangerschaft, meiner Ernährung und meinen Erfahrungen zu diesem Thema. Vor allem berichte ich euch weiter über die Reaktionen der Ärzte, meinem Umfeld und anderen Personen. Man mag es im Jahre 2017 kaum glauben, aber vegan ist immer noch ein „abschreckendes und negativbehaftetes“ Wort. Erfahrt in diesem Artikel nun wie sich mein Körper bis zur 17. SSW (Beginn 5. Monat) verändert hat.

 

Erste SSW- 12. SSW (1.-3. Monat)

Bei jeder Frau verläuft eine Schwangerschaft anders.

Ich hatte leider das „Glück“ in den ersten Monaten unter starker Übelkeit zu leiden. Übergeben musste ich mich zwar nie, doch das Übelkeitsgefühl war sehr massiv. Zudem kamen Kreislaufprobleme dazu. Bei Übelkeit fühlt man sich nun mal alles andere als fit. Da ich täglich pendeln muss und somit auf Bus, Zug und Bahn angewiesen bin, war so mancher Morgen eine reinste Tortur! Ich dachte oftmals ich müsste sofort aus dem Bus/Zug/Bahn, ansonsten breche ich gleich zusammen und übergebe mich. Es war wirklich schlimm. Ich bin heilfroh, dass diese Übelkeit ab ungefähr der 12. Woche verschwunden ist. Übelkeit ist wirklich ein unschönes Gefühl und nimmt auch viel Freude an der Schwangerschaft. Geholfen hat mir nicht viel. Frische Luft tat mir immer gut und Flüssigkeit. Ein Geheimtipp ist wohl auch Ingwertee. Doch da mir in so Phasen überhaupt nicht nach Ingwer war, habe ich dieses Mittelchen nicht getestet. Übrigens war die Akzeptanz und die Wahrnehmung der Schwangerschaft in dieser Phase noch sehr strange für mich. Ich habe mich schlecht gefühlt und habe ansonsten nichts von dem Baby gefühlt. Ein ganz komischer Zustand. 

 

 

Die körperlichen Veränderungen ab der 17. SSW

Wie der Titel des Artikels verrät, bin ich nun in der 17. SSW. Bis vor ca. einer Woche haben Außenstehende, mein Partner und ich, die Schwangerschaft optisch nur leicht wahrgenommen. Mein Babybauch war nicht allzu sehr ausgeprägt. Morgens sah ich oft wie nicht-schwanger aus. Tja, die Zeiten sind vorbei! Mein Bauch ist innerhalb ca. einer Woche um einiges gewachsen. Die Schwangerschaft ist nun deutlich zu sehen und auch morgens ist der Bauch noch immer da. Ein komisches Gefühl. In mir wächst tatsächlich ein neues Leben heran. Ich teile meinen Körper und erschaffe Leben. Das ist ein ganz seltsames Gefühl. Es ist schön und für mich noch immer ein Wunder. Na klar, so eine Schwangerschaft ist wissenschaftlich belegt und bis ins kleinste erläutert. Doch die Gefühlsebene ist neben der reinen Logik noch einmal eine ganz andere. Für meinen Partner und mich ist es wirklich ein kleines Wunder. Wir sehen täglich den Babybauch, mein Partner bekommt jede Veränderung mit und meine Gefühlsschwankungen. Er steht übrigens alles vorbildlich mit mir durch. Ein toller Mann! 🙂 Übrigens beginne ich auch langsam unser Baby zu spüren. Es fühlt sich wie Achterbahn fahren an. Es ist plötzlich da, hält eine Weile und verschwindet dann wieder wie aus dem Nichts. Auch ein wirklich ganz komisches Gefühl, doch endlich beginnt der Teil der Schwangerschaft, indem ich mich auch schwanger fühle und auch so betrachte. Der Bauch wächst, ich beginne das Baby zu spüren und fühle mich langsam als Mama 🙂

Die optischen Veränderungen nehmen nun immer mehr zu und das nicht gerade langsam. Meine Brüste werden größer und meine Figur verändert sich. Ich bin mein Leben lang schon schlank. Durchgehend trage ich Größe XS/34. Ich habe mein Gewicht seit meiner Jugend gehalten. Ich habe damit einfach Glück. Ich schwanke maximal zwischen 3-4 Kilo, aller höchstens. Es ist für mich ganz seltsam und noch etwas fremd, dass meine Hosen mir nicht mehr passen und ich nun Umstandsmode benötige. Ein Bild von mir im Spiegel woran ich mich noch gewöhnen muss. Ein bisschen Angst habe ich vor der Veränderung, denn ich mag meine Figur. Doch das ist wohl der Preis den man als Frau zahlt, wenn man sich ein Kind wünscht. Das Gefühl ein Leben zu erschaffen, ist jedoch so wunderbar, dass ich die Schwangerschaft und die Veränderungen immer mehr genieße.  Zudem kann man auch trotz Schwangerschaft auf sich achten und vorbeugen.

 

Ernährung und Fressattacken

Ernährung ist in der Schwangerschaft ein wichtiges Thema, nicht nur für mich als Veganerin, sondern für jede werdende Mutter. Sich ausreichend mit Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen muss Priorität haben. Zum Glück esse ich schon seit ich denken kann gesund und ausgewogen. Ich habe es zuhause nicht anders beigebracht bekommen. Ich esse täglich Obst und/oder Gemüse, dazu Kohlenhydrate in Form von z. B. Vollkornbrot, Nudeln, Kartoffeln usw. Des Weiteren achte ich auf die tägliche Einnahme von B12, Folsäure, Vitamin D und Calcium. Smoothies, vorzugsweise grüne, gibt es bei uns auch mehrmals die Woche. Diese sind angereichert mit Leinöl, Arganöl und Superfoods jeglicher Art, wie z. B. Moringapulver und Hanfsamen. Ich werde auch in einem weiteren Artikel ausführlich schildern welche Lebensmittel ihr in der Schwangerschaft unbedingt benötigt  und worauf ihr achten müsst. Dieser Abschnitt soll euch zunächst nur einen kleinen Einblick geben.

Ein weiteres Thema bei Schwangerschaften sind Fressattacken. Diese haben mich zum Glück noch nicht überrannt. Jedoch hab ich schon 3-4 Kilo zugenommen. Und es ist noch kein Ende in Sicht. Ich ernähre mich schon immer gesund und ausgewogen. Natürlich sind so einige Cheatdays öfters drin, da muss dann eine Tüte Chips, eine Dose Erdnüsse und eine Tafel Marzipanschokolade herhalten. Ich sag euch … ein Genuss 😀 Aber noch nie war so was täglich bei mir oder so oft, dass ich mir ernsthaft Gedanken über meine Figur machen musste.  Daher dürfen diese Tage auch jetzt sein. Eine Zunahme von ca. 13. Kilo sind in der Schwangerschaft völlig normal, dass Baby wiegt, die Gebärmutter usw. Allerdings ist die Kalorienzufuhr in der Schwangerschaft nicht viel höher. Frauen müssen somit nicht für zwei Personen essen. Wenn man will kann man als Frau gut auf sich achten. Man sollte sich halt nicht gehen lassen. Doch so eine Schwangerschaft ist bei jeder Frau anders und jede Frau hat andere Ansprüche an sich und ihren Körper. So einige haben damit kein Problem 20 Kilo oder mehr in der Schwangerschaft zu zunehmen. Manche nehmen schon zu durch den Anblick einer Torte, andere wiederum können so viel sie wollen essen und nichts passiert. So ist das eben. Ich habe auf jeden Fall nicht vor mich gehen zu lassen. Doch denke ich, dass das alles kein allzu großes Problem wird, da ich noch nie groß anders gegessen habe und mich groß zusammenreißen müsste. Ich esse das worauf ich Lust habe und treibe nebenbei Sport. Aber abwarten, wer weiß, wie sich mein Hungergefühl und meine Heißhungerattacken noch entwickeln. Bekanntlich sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben 😉

 

Sport in der Schwangerschaft

Sport zählt seit einigen Jahren fest zu meinem Leben. Jedoch kommt der Sport in den letzten 1,5 Jahren viel zu kurz. Ich schaffe einfach kaum Trainingseinheiten im Alltag. Ich habe eine Vollzeitstelle und pendle jeden Tag 3 Stunden. Da bleibt abends kaum Zeit und Kraft um noch Sport zu treiben. Das frustet mich sehr, da mir mein Ausgleich fehlt.  Aber so ist es eben. Ich kann mich nicht zerteilen. Allerdings gebe meinen Job demnächst auf und kann mich dann ganz auf die Schwangerschaft und mich konzentrieren. Eine Zeit auf die ich mich wahnsinnig freue! Mein jetziges Sportprogramm besteht aus Cardio und Kraftraining für den ganzen Körper, vorzugsweise Po und Beine. Ab und zu ist auch eine Stunde Yoga drin. Meine Trainingseinheiten sind nicht mehr so intensiv wie früher, das bedeutet, dass ich mit weniger Gewicht trainiere und ganz genau auf meinen Körper höre. Ich power mich nicht aus, hüpfe nicht rum um gebe Vollgas. Früher war ich mehrmals die Woche beim Sport. Heute freue ich mich wie sonst was, wenn ich es zwei Mal die Woche schaffe. Neuerdings sind mein Freund und ich im gleichen Fitness Studio angemeldet und somit gehen wir gemeinsam zum Sport, was super ist und uns beiden sehr gut tut! Sobald ich meinen Job aufgegeben habe, werde ich endlich wieder Zeit für mich haben und kann euch in dieser Zeit auch ausführlicher und öfter von der Schwangerschaft berichten. Gerne könnt ihr mir auch Fragen stellen oder Themen ansprechen, die euch beschäftigen. 

 

FRAGE an Schwangere und Mütter: Schlafprobleme

Es beginnt nun die Phase in der ich nicht mehr auf dem Rücken schlafen kann. Sobald ich länger als ein paar Minuten auf dem Rücken liege, beginnt ein unangenehmes Gefühl was mich praktisch dazu zwingt mich seitlich hinzulegen. Das Problem ist, dass ich nicht lange auf der Seite schlafen kann. Irgendwann tut der Arm weh usw. Somit dreh ich mich, jedoch wach ich dann jedes Mal auf und schlafe keine Stunde am Stück. Habt ihr einen Tipp wie ich mir den Schlaf erholsamer gestalten kann? Ich werde mir demnächst ein Schwangerschaftskissen kaufen und hoffe, dass das irgendwas bringt, was ich mir jedoch nur schwer vorstellen kann. Ich werde mich ja trotzdem nach einer Zeit umdrehen müssen. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Ratschläge! 🙂

Hier noch ein paar Bilder von meinem Babybauch in der 17. SSW. Unser kleiner Junge wächst und gedeiht friedlich vor sich hin 😉

2,014 total views, 4 views today

Teile den Artikel mit deinem Netzwerk:

Über V Change Makers

V Change Makers (VCM) ist eine Initiative, die mit Leichtigkeit aufzeigt, dass vegan leben keinen Verzicht bedeutet. VCM liefert praktische Alltagstipps, wertvolle Produktempfehlungen und zeigt einfache Lösungen auf, wie man den Veganismus ohne Probleme in den Alltag integriert. Geführt wird VCM von Jessica Schlechter. Die 32-jährige ist seit Jahren in der veganen Szene aktiv und leistet Aufklärungsarbeit. Ihr Ziel ist es, den Veganismus gesellschaftsfähig zu machen. Modern, zeitgemäß und aufgeschlossen.